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der Thätigkeit für die allgemeine Wissenschaft eine grosse Zu
kunft hätten.
Der Begriff, den St. Simon von der Erfahrung als einem
Mittel des Wissens hegte, war höchst verworren und bekun
dete sich auch darin, dass er selbst seine Verheirathung grund
sätzlich als Lebensexperiment nahm und in einem Jahre
luxuriöser und alle Praktiken des Vergnügungsdaseins ver
suchender Existenz seine Mittel erschöpfte. Diese wahnwitzigste
und würdeloseste Episode seines Lebens ist zugleich der mora
lisch dunkelste Punkt seines gesummten Verhaltens. Seine
Thorheit, die zugleich eine Rücksichtslosigkeit war, ging so
weit, in einer an Irrsinn grenzenden Weise die unmittelbare
subjective Erfahrung der Ausschweifungszustände grundsätzlich
zu suchen. In diesem frivolen Spiele, in welchem er sieh und
die Welt zu studiren vermeinte, blieb er allerdings in einem
gewissen Sinne der Herr seiner selbst und ein sich nie ganz
verlierender Zuschauer des eignen und fremden Verhaltens.
Allein der Umstand, dass er beobachtete und alle seine Hand
lungen zum Werkzeug für den fanatischen Zweck eines trüge
rischen Wissensidols ansah und gestaltete, kann uns mit diesen
Verkehrtheiten nicht aussöhnen.
Eine weitere Reihe von Experimenten, die für St. Simon
nach jener Episode begann, wurde nicht mehr von ihm, sondern
mit ihm angestollt. Die Natur und die Macht der Verhältnisse
übernahmen jetzt die Gestaltung seines Lebens und ergänzten
die vielfachen Situationen, die er gesucht hatte, auch durch
solche Lagen, die sich Niemand nach Belieben künstlich geben
kann, ohne zugleich die Herrschaft über seine Angelegenheiten
einzubüssen. Er gerieth in das äusserste Elend, sah sich go-
nötliigt, bei einem Standesgenossen um einen Copistenposten
anzuhaltcn, in welchem er für 1000 Fr. Jahreslöhnung täglich
9 Stunden zu arbeiten hatte und seine Gesundheit in die
grösste Gefahr brachte. Die Befreiung von diesem halbjälirigen,
unfreiwilligen Experiment wurde ihm von einer solchen Seite
zu Theil, dass sich schon die fernere Physionomie der St. Simon-
schen Existenz absehen liess. Ein gewisser Diard, der früher
in seinen Diensten gestanden hatte und ihn zufällig in der
seltsam contrastirenden Situation wiederfand, sorgte für seine
Existenz und trug sogar die Druckkosten einiger Schriften.
Doch schwand mit dem nach ein paar Jahren erfolgten Tode