Full text: Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

Æ^orm Platz machen sollte. Dennoch war er im Stande, sich 
über die wirkliche Lago der Verhältnisse bis zu dem Punkto 
zu täuschen, um ein restaurirtes Königthum für fähig zu halten, 
die Rolle eines Beschützers der Arbeit zu spielen und die un 
productiven Elemente der Gesellschaft dem Willen der pro 
ductiven Classen zu unterwerfen. Lassen wir es jedoch bei 
diesem einen Zuge der Inconsequenz und des Anlehnungsvcr- 
suchs an die völlig ungeeigneten Elemente bewenden. Wir 
haben das Stärkste angeführt, wodurch alles ücbrigo begreif 
lich wird. Der Gegner eines als Bastardgebildo angesehenen 
Zustandes suchte in dem Träger des nach seiner Ansicht aus 
zumerzenden Elements die Macht, welche sich gegen ihre eigne 
Gattung kehren sollte. Das hiezu verleitende historische Bild 
war die Zügelung der Aristokratie durch das absolute König 
thum gewesen; allein es hatte in jenem Vorgang auch ein 
Unterschied von grosser Erheblichkeit bestanden. Rcstaurirtc 
Elemente haben keine Aehnlichkeit mit Mächten, die ihren 
Einfluss und ihre Rolle den eignen Thaten verdanken. 
10. In der spätesten social theoretischen Schrift, dem poli 
tischen Katechismus der Industriellen, wird gesagt, cs sei das 
Bestreben der Gesellschaft, möglichst billig, wenig und fähig 
regiert zu w^erden. Wer erkennt nun hierin nicht den Ausdruck 
des Princips, welches von der Industriepartei heute überall 
in ziemlichem Umfang geltend gemacht wird? Dennoch dürfen 
wir uns nicht über die Unbestimmtheit der Passung desselben 
täuschen. Nur in einer einzigen Richtung erhielt es bei 
St. Simon eine festere Gestalt, während es in allen andern und 
zwar am meisten in den rein volkswirthschaftlichen Beziehun 
gen ganz und gar im Allgemeinen verblieb. Das feudale oder 
militairische Element der Gesellschaft sollte „subalternisirt’^ 
werden, und dieser Grundsatz trifft allerdings mit allen modernen 
Bestrebungen insoweit zusammen, als die Beseitigung der feu 
dalen Abhängigkeiten und eine mit der modernen Wirthschaft 
mehr vereinbare Organisation der Heeresmassen ins Auge ge 
fasst wird. Ausserdem sollte das Gewicht der sogenannten 
Zwischenclasse, die sich zwischen die feudalen und die indu 
striellen Elemente eingeschoben habe und aus den Verwaltungs 
beamten und Juristen bestehe, durch die Ueborwindung der 
politischen Uebergangsform eingeschränkt werden. In unserer 
heutigen Sprache geredet, hiess dies ungefähr soviel, als die
	        
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