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Belegstellen,
Verschwendung und Vergeudung sind mir erzählt worden, in denen der
Mann in das Wirthshaus gegangen ist, um mit einem Freunde zu frinken;
und die Frau sich Gin oder Bier holen liess, um sich zu Hause mit ihrer
Freundin zu amüsiren. Kin einziger Besuch dieser Verschwenderfamilien,
die hohen Lohn hatten, wird Jeden überzeugen, dass sie selbst und ihre
Häuser viel reinlicher und ordentlicher wären, wären sie nur an Fleiss,
Enthaltsamkeit und Sparsamkeit gewöhnt.“
Seite 238. Mr. Henry Ashworth (Turton bei Bolton) erzählt von
der Fabrikbevölkerung dieses Ortes Folgendes:
„Bei der Einführung der Baumwollenmanufactur hatten die, welche
Manufacturen unternahmen, nur beschränktes Capital; sie legten das ganze
Geld für Fabriken und Maschinen an und waren ganz und gar absorbirt
von dem zweifelhaften Erfolg ihrer eigenen Angelegenheiten. Darüber ver-
zassen sie für die Bedürfnisse ihrer Arbeiter zu sorgen. Familien wur-
Jen von allen Seiten durch die ihnen dargebotene Beschäftigung angezogen
ınd genöthigt, sich in den Wohnungen zusammen zu drängen, wie sie sich
eben in der Nachbarschaft darboten. Oft bewohnten zwei Familien ein
Haus, andere kamen in Kellern oder sehr kleinen Wohnungen unter. Wenn
die Fabriken rentirten, so mochte wohl der Eigenthümer es für vortheil-
haft halten, einige kleine Häuser zu bauen; diese waren oft äusserst elend;
in solchen Fällen war die vorwiegende Sorge nicht, die Gesundheit und
Bequemlichkeit der Insassen zu bessern, sondern die grösstmögliche An-
zahl von Häusern auf dem kleinsten Raume und mit den wenigsten Kosten
zu bauen. Wir finden viele Rückseite an Rückseite gebaut, so dass die
Möglichkeit eines hinteren Ausgangs ausgeschlossen ist. Leute, die
herbeikamen, um sich die Existenzmittel zu verschaffen, hatten keinen
anderen Ausweg, als diese Wohnungen zu beziehen. Was auch das
wöchentliche Einkommen sein mochte, die Frau konnte ein solches Haus
nicht wohnlich machen; sie hatte nur ein Zimmer für Alles, was sie zu
{hun hatte. Es ist natürlich, dass der Männ die Bequemlichkeit in einem
solchen Hause nicht fand, die er zu finden wünschte. Das Wirthshaus
war dann sein einziger Zufluchtsort, Die in solchen Häusern auferzogenen
Kinder kannten keine besseren Einrichtungen, auch hatten sie keine Ge-
legenheit, bessere Hauswirthschaft zu sehen, Wenige der Frauen in die-
sen Gegenden haben ja als Dienstmädchen gelebt, so dass es nicht
auffallen kann, dass der grössere Theil so wenig Kenntniss besitzt, die ge-
sellschaftliche Lage zu bessern, selbst wenn Geldmittel dazu vorhanden
wären. Es muss zugestanden werden, dass die Einführung der Manufac-
turen nicht mit Recht für das ganze Uebel verantwortlich gemacht wird.
Um diese Zeit übte das Armengesetz einen höchst nachtheiligen Einfluss
auf die arbeitenden Classen dadurch, dass es die Landeigenthümer und
die Pächter veranlasste das Erwerben von Häusern zu verhindern, aus
Furcht. dass die Insassen ein Recht auf Gemeindeversorgung erhielten.