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die weniger einfachen Beziehungen in ihrer scharfen Sonde
rung von dem Nebensächlichen und in der Verbindung ihrer
Bestandtheile nie der Gegenstand solider Schlüsse werden
können, wenn sich nicht in irgend einer Gestalt mehr oder
minder bewusst eine Verzeichnung nach Art der Thünenschen
Zurüstung untergeschoben hat. Es wird daher ein Fortschritt
der Wissenschaft sein, wenn man von vornherein mit dem
klarsten Bewusstsein die jedesmal nothwendigen Schemata
entwirft, die Eigenschaften derselben entwickelt und dann die
wirklichen Gestaltungen ins Auge fasst. Entscheidend wird
bei dieser Methode die ursprüngliche Wahl der Bestandtheile
des Schema sein, und hier wird sich die wissenschaftliche Kraft
darin zu zeigen haben, dass sie nur solche Verhältnisse unter
sucht, mit denen sich die Wirklichkeit zu decken vermag. Auf
diese Deckung kommt Alles an; denn andernfalls würde man
nur unnütze und willkürliche oder gar chimärische Gebilde
bearbeiten und hinterher finden, dass die Natur der Wirthschaft
und des Verkehrs keine erhebliche oder wohl auch gar keine
Seite darbietet, die dem Schema entspricht. Es ist nun der
Vorzug des Thünenschen Verhaltens gewesen, die Hauptbe-
standtheile der eben gekennzeichneten Methode zur Anschauung
gebracht zu haben. Die Anwendung der Eigenschaften des
isolirten Staats auf die Verhältnisse der Wirklichkeit bildet
bei unserm Denker eine auch äusserlich in der Darstellung
gesonderte zweite Hälfte des Verfahrens. Hiedurch hat er ein
Beispiel wissenschaftlicher Untersuehungsform aufgestellt, wel
ches auch da nützlich und verdienstlich ist, wo es in dei mate
riellen Auffassung fehlgreift oder in seiner Form noch nicht
als vollendet und allseitig befriedigend erscheint. In materieller
Beziehung hat es freilich noch nicht einmal dazu geführt, dass
man im Sinne Thünens den Satz aussprechen dürfte, die In
tensität, d. h. die Grösse der im Verhältniss zur Fläche auf-
go wendeten Wirthschaftsmittel, nehme für die Land wirthschaft,
insoweit dieselbe vom Centralmarkt abhängig ist, in dem Maasse
ab, in welchem die ökonomische Entfernung, d. h. die Tians-
porthindernisse grösser werden. Ein solcher Satz würde für die
Thünensche Constructionsart zu allgemein sein und z. B. die
Stellung der Forstwirthschaft im zweiten Kreise nicht decken.
Dennoch ist jener Satz bisher das Einzige, was sich mit Sichei-