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5. Kapitel
die Zu- und Abnahme dsr Bevölkerung wohl im Zusammenhang
steht mit den Lrnährungsverhältnissen
der Menschen, aber nicht im Lasalleschen Zinne, sondern
im umgekehrten. Die unterernährten Schichten
des Volkes vermehren sich stärker als diejenigen
mit höherer Lebenshaltung. ÎÏÏit letzterer wächst also
nicht das Ñngebot von Lohn suchenden Menschen, sondern
vermindert sich. Vieser Teil des ehernen Lohngesetzes
ist also weiter nichts als ein Phantasiegemälde,
und doch haben sich jahrzehntelang die Menschen
die Köpfe darüber zerbrochen und es als der Weisheit
letzten Schluß gefeiert.
Ähnlich verhält es sich mit den Marxistischen Theorien
vom Mehrwert und der Akkumulation. Beide sind
heute so gut wie überwunden, sie sind nur noch Dogmen
für Gläubige, nicht Lehrsätze der Wissenschaft.
Abgesehen davon, daß es ungeheuer naiv erscheint,
das Verhältnis der heutigen Lohnarbeit als die letzte
Stufe der Entwickelung anzusehen, über die hinaus
es nur die eine Form wirtschaftlicher Zusammenarbeit
geben soll, nämlich die des Staatsbetriebes, so ist es
auch klar, daß mit der richtigen Bemessung des Wertes
der Dinge, nicht nach der in sie hineingelegten Arbeit,
sondern nach der Arbeit, die ein anderer dafür zu
leisten gewillt ist, der angeblich durch Arbeit hervorgerufene
Mehrwert verschwindet.
- Wenn man erkannt hat, daß die Arbeit wohl allen
Dingen als Maßstab des Wertes dient, ihn aber nicht
selbst hervorbringt, kann sie auch keinen Mehrwert
schaffen.
Was man Mehrwert nennt, ist eben nur einseitige
Unfreiheit des Tausches von Arbeit gegen Sache.