Full text: Laienbrevier der National-Ökonomie

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Eie Bedeutung des Tausches im Ñrbeits- u. Wertbildungsprozeß 
das, was der Handel sich aneignet, aus den von den 
Handwerkern erzeugten Werten entnommen. Das wäre 
unstreitig richtig, wenn das schon volle Werte 
wären, was der Weber und der Schmied dort in 
ihrer Einsamkeit anfertigen. Das sind ja aber erst 
Anfänge zu Werten, der Tausch macht sie 
erst dazu. Der Schmied kann bei allen seinen Wer 
ten von Äxten, Hufeisen, Nägeln usw. verhungern, 
wenn er diese Dinge nicht selbst eintauscht oder den 
Tausch durch einen anderen besorgen läßt. 
Wir müssen eben das Sombartsche Beispiel so 
nehmen, wie es sich in der Wirklichkeit abspielen 
würde. Eine Welt mit nur zwei Handwerkern und 
einem Händler ist ein Unsinn, aber wohl ist ein Fall 
denkbar, daß sich Schmied und Weber in einer ganz 
einsamen unfruchtbaren Gegend befinden. Sehen wir 
uns einmal diesen Fall an. Der Weber webt seine 
2 m Tuch täglich. Der Schmied macht in derselben 
3eit 2 Äxte, hacken oder sonst was, aber damit haben 
sie noch nichts zu essen. Denn in ihrer Gegend gedeiht 
nichts. Somit müssen sie sich allwöchentlich 2 Tage 
auf die Reise machen, um den nächsten Rlarkt auf 
zusuchen, wo Lebensmittel feilgeboten werden. Mit 
unter tauschen sie viel, mitunter weniger Lebensmittel 
gegen ihre waren ein, denn der Rlarkt ist nur be 
schränkt und die Nachfrage nicht immer gleich, häufig 
wüssen sie einen Teil ihrer Waren wieder mit nach 
Hause nehmen, weil die Bauern schon genügend mit 
Tuchen und hacken versehen sind. 
Rlit Besorgnis sehen sie auf ihren wachsenden 
Vorrat, der sich je mehr entwertet, je flei 
ßiger sie sind, weil er nicht in Bewegung 
kommen kann.
	        
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