Full text: Das Hotel- und Gastgewerbe

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DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE 
Macht die Stelle oder der Beamte, dem die Ausarbeitung und 
Verteilung‘ der Kollektivreklame obliegt, sich die Arbeit so 
bequem, daß er lediglich die ihm von den Beteiligten gelieferten 
Texte an die Zeitungen oder an eine Annoncenexpedition 
weiterleitet, um es dann dem Zeitungssetzer zu überlassen, aus 
dem beschränkten, auch in allen anderen Anzeigen des Blattes 
zur Verwendung kommenden Lettern- und Rändermaterial ein 
Alltagsbild zusammenzubauen, so verzichte man lieber auf die 
Beteiligung an einer „solchen‘‘ Kollektivreklame. Man vergebe 
seine Aufträge dann selbst an jene Blätter, die man für geeignet 
erachtet, und man gebe seinen Anzeigen jenen Charakter, der 
einem am wirkungsvollsten erscheint. Denn, wie gesagt: In der 
Kollektivreklame liegt nur dann Sinn und Wert, wenn sie sich 
über das Alltägliche erhebt und wenn sie alle jene Anzeigen 
um einige Pferdelängen schlägt, von denen zwölf auf ein 
Dutzend gehen. 
Es sei noch, da von allgemeinem Interesse, daran erinnert, 
daß zum Beispiel in der Schweiz das Kollektivinserat durch 
die Schweizer Verkehrszentrale systematisch propagiert und 
durchgeführt worden ist. Über diese Kollektivreklame für die 
Sommersaison 1926 wurde folgendes berichtet: 
Von 26 verschiedenen Stationen, Eisenbahnverwaltungen 
und Fremdenverkehrsgebieten waren insgesamt 95 Insertionen 
gezeichnet worden, 133 Einzel-Teilnehmer mit zusammen 236 
Anzeigen (ein oder mehrere Textlinien) und 292 Illustrationen 
umfassend, die in 66 Zeitschriften des Auslandes zur Publi- 
kation gelangten. Die Beteiligung gliederte sich nach den ein- 
zelnen Regionen und Orten wie folgt: Berner Oberland 94 An- 
zeigen, Wallis 59, Genfer See-Gebiet 30, Graubünden 27, Basel 
9, Zürich 8, Jura 5, Zentralschweiz 3 und Tessin (Leventina) 
1 Anzeige, Die großzügig angelegte Werbeaktion erfolgte im 
nachstehenden Rahmen: England 48 Anzeigen, Deutschland 44, 
Holland 43, Italien 25, Tschechoslowakei 24, Frankreich 14, 
Belgien 13, Österreich 13 und Spanien 12 Insertionen, Für die 
Publikationen kamen vorwiegend — in England, Frankreich 
und Deutschland ausschließlich — illustrierte Zeitschriften in 
Frage. Die sämtlichen Anzeigen gingen. unter einem gemein- 
samen Titelkopf mit der Aufschrift „Der Sommer in der 
Schweiz“, Die sehr starke Beteiligung zeigte, daß die Fremden- 
stationen des ganzen Landes der Kollektivreklame unter dem 
Leitwort ‚Schweiz‘. das die Aufmerksamkeit des Reise-
	        
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