fullscreen: Bedarf und Absatzmöglichkeiten in Sowjetrußland

Jahresausbeute pro Mann 16000 Pud, in Amerika 42000 
Pud beträgt. Die Gestehungskosten für 1 Pud Kohle be- 
liefen sich im Donezbecken im Wirtschaftsjahre 1924/25 
(1. Oktober 1924 bis 30. September 1925) auf 17,7 Kop., in 
England ergab sich im Jahre 1923 ein Selbstkostenpreis 
von 12,4 Kop. bei einem Schichtlohn von 4,25 Rubel für 
den. englischen Arbeiter und 1,20 Rubel für den russischen. 
Bei gleich hoher Entlohnung des russischen Arbeiters wie 
des. englischen würde sich ein Gestehungspreis ‚von etwa 
30 ..Kop. pro Pud Donezkohle ergeben. 
Die gleiche Rückständigkeit in technischer Beziehung 
Änden wir in der russischen Naphthaindustrie. 
Während im Bezirk Baku eine Bohrung von 10 Arbeitern 
bedient wird, bedient in Amerika ein Arbeiter 3 bis 
17 Bohrungen; die Selbstkosten für 1 Faden (etwa 2 m) 
Bohrung . sind dementsprechend: in Baku 700 Rubel, in 
Amerika 106 Rubel, 
In der Steinkohlen- sowie auch in der Naphthaindustrie 
lässt sich die Senkung der Gestehungskosten sowie die 
unbedingt notwendige Steigerung der Ausbeute nur durch- 
führen, wenn sehr grosse Summen für Neuausrüstungen auf- 
gewendet werden. 
Die eisenschaffende Industrie. Bei Unter- 
suchung dieses Industriezweiges wollen wir uns nur auf 
den Süden beschränken, da der Ural mit seinerl gänzlich 
veralteten und abgenutzten Anlagen (im Jahre 1909 entfiel 
auf einen südrussischen Arbeiter eine maschinelle Energie 
von 3,23 PS, im Ural 0,33 PS, und von den im Jahre 1913 
in ganz Russland zusammen erzeugten 264 Mill. Pud Roh- 
eisen waren die südrussischen Werke mit 186 Mill. Pud, 
der Ural nur mit 52 Mill. Pud, das zentralrussische Gebiet 
mit 10,5 Mill. Pud beteiligt) und infolge der ziemlichen Er- 
schöpfung‘ der dort befindlichen Erzlagerstätten sowie des 
Mangels an nahegelegenen, für die Abholzung in Betracht 
kommenden Wäldern — die Heranschaffung von Kohle ist 
bei den grossen Entfernungen der Kohlenvorkommen un. 
lohnend — in Zukunft kaum irgendwelche Bedeutung haben 
dürfte. — Die Kommission des Ukrainischen Obersten Volks- 
wirtschaftsrates, welche im Jahre 1922 eine Untersuchung 
der wichtigsten Hüttenwerke Südrusslands einleitete, gab 
einen Bericht heraus, dem wir folgendes entnehmen: „Unter 
den in Augenschein genommenen zehn Hüttenwerken be- 
{inden ‚sich einige, wie z. B. „Taganroger“ und „Prowidanz“
	        
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