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Yei-deoken. In seinen Schriften ist es fllr den aufmerkaamen
Zergliederer ganz unverkennbar, und doch hat grade hier le
Französirung noch die besten Früchte getragen. Sie hat ihn
nämlich in den Schriften der beiden letzten Jahre, also in den
socialen Agitationsstilcken, zu einer weniger ungeniesabaren
Ausdruckswoise, zu einer etwas glatteren Foraigebung und zu
schärferen Fointirungen gelangen lassen. Der Einfluss der
Eoetüre Französischer Werke ist hier unverkennbar und, we t
entfernt, diesen guten Erfolg zu bemängeln, sehen wir viel
mehr in diesem Sachverhalt eine der Hauptursachen, dass diese
Pamphlets grade noch hinreichend verstandesmassig ausgefallen
sind, um nicht auf einer Linie mit den grössern ^eriren als
ausserhalb der rationellen Gedankengemeinschaft stehend fl u-
riren und ganz den todtgebornen Erzeugnissen einer
reichen, halb blasirten, aber doch nach etwas autorschaftim
Decoration haschenden Eitelkeit zugewiesen werden zu mussem
Wie schon gesagt, ist das Maass von Popularisirung, w
Dasein einer tieferen, auf echtes Wissen gerichteten Leiden
schaft, aller gegentheiligen Versicherungen und Berrfuu e
unbeachtet, verneinen müssen. Das Paradiren mit der Wissen
schaft, auf welches wir bei Lassalle fortwährend treffen, wir
liüüli
(ligung omsclilagt, wird zwar das vorhandone Maass von Fähig
koiton, die gleich schärferen Sinneswerkzengen mit jedem
CWnakWr^Fims vmoinb:^ smd, nhdit vmdœnnen nnd he^d^
setzen, wohl aber überall bemerken, wie die Haltnng^osigkei
in der einen, auch die Unhaltbarkeit in der andern Ilichtun«
nach sich gezogen nnd das Wissen dem Charakter gemäss^gc-
staltet hat. Der in mehreren Richtungen corrumpirende .kin-
rtuss, der sich an die Pamphlets Lassalles knüpft, cai nie
im Schatten verbleiben, wenn überhaupt von ihnen gesproc en
werden soll. Diese Schriften möchten immerhin m socialer
und politischer Beziehung zehnmal radicaloren Inhalts smn, a s
sie wirklich sind; — dies würde ihren Werth für den Stan -