fullscreen: Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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mit ihrem Inhalt, dessen Abfassung auch sogar seinen eignen 
Stil zur Schau trägt. Das Reden von der Erstrebung einer 
„wahrhaft christlich germanischen Zunftvcrfassiing’^ (S. 181), 
verbunden mit der Berufung auf den politisch und religiös 
retrograden, durch die Ermahnung der Wissenschaft zur Um 
kehr berüchtigten Rechtsphilosophirer Stahl,| ist ein Zeugniss, 
welches keiner Erläuterung bedarf. Nur glaube man nicht, 
dass die Marloschen Ausführungen nicht wesentlich rationell 
und trotz des seltsamen Standpunkts auch für den Anders 
denkenden nicht völlig lesbar gehalten wären. Würden sie der 
Manier eines Stahl gleichen, so würde in unserer Geschichts 
darstellung von ihnen keine Notiz genommen sein. Man hat 
sich bei der Beurtheilung einer Erscheinung, wie das Marlo- 
schc Buch, eben an den seltsamen Widerspruch zu gewöhnen, 
der zwischen dem praktisch beengten Ausgangspunkt eines be 
stimmten, sich in besondorn socialen Verhältnissen bewegenden 
Menschenlebens einerseits und dem freieren socialistischen 
Drange andererseits bestanden hat. Das Aeusscrste der Ver 
kehrtheit ist sogar noch zu erwähnen übrigj denn wir haben 
in unserm Autor einen Mann vor uns, der in allen Punkten, 
mit Ausnahme eines einzigen, allerdings moralisch sehr wich 
tigen, das Muster eines Malthusianers abgiebt. Die Ausnahme 
ist die den Massen sympathische und überhaupt viel gerechter 
und edler gestaltete, nicht der Bourgeoisie schmeichelnde Ge 
sinnung. Dagegen sind die theoretischen Vorstellungen und 
praktischen Gonsequenzen ein classisches Ebenbild der Mal- 
thusschen Corruptivitäten. Zunächst wird mit dankenswerther 
Offenheit an die Spitze gestellt, dass ohne künstliche Reguli 
rung der Bevölkerungsmenge von keiner socialen Form, wie 
sie auch beschaffen sein möge, die Beseitigung des Massen 
elends ermöglicht werden könne. Im Reich des neuen Marlo 
schen Socialismus wird daher neben dem Schlagwort der socic- 
tären Geschäftsform die Eindämmung der Bevölkerung in den 
Staaten alter Cultur die entscheidende Hauptangolegonhoit. 
Jedermann hat nach Mario ein Recht auf Existenz und Arbeit, 
aber nicht auf üebervölkerung. An die Stolle der früher er 
wähnten Malthusschen Kanzelvermahnung tritt bei Mario (Bd. III 
S. 109) die amtliche Einhändigung einer Abhandlung über die 
Pflichten eines Familienvaters, nicht um die betreffende Ehe 
im Sinne von Malthus noch an der Schwelle zu hindern, son-
	        
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