Metadata: Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

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VIT. Abfhnitt: Einzelne Schuldverhältniffe. 
jonen Rechte hinfichtlich der Sache DT den Käufer geltend machen Können, 
vol. Düringer-HGachenbura (1. Aufl.) Bd. 3 S. 29 und 30. , ; 
Allgemein it auch zu beachten, dak S& 434 nicht vorausfeßt, daß die Rech N 
Dritter bereits gegen den Käufer geltend gemacht werden; er Art f 9 
vielmehr auf alle Rechte, bei denen wegen ihres Hortbeftehens die Möglih- 
feit borliegt, daß fie einmal gegen den Käufer geltend gemacht werden 
fönnen. Vol. Nipr. d. DOL®. (Stettin) Bd. 8 S, 60, 62. , 
Erleidtert wird dem Verkäufer die aus & 434 ent{pringende Bert 
durch die Grundfäkße des BOB. über den Schuß des guten A 
(ogl. SS 936, 892 BOB), fowie im Handel&verfehre durch die Normen N 
den Erwerb mittels Faufmännifdhen Dispofitionspapier3 (vgl. 
Diez Düringer-Hacdhenburg a. a. D. und Staub $ 365 HGB. Anm. 10). vie 
Unter den im S 434 vermeinten Rechten {ind alle Rechte zu berftehen, DIE 
Iroß der Nebertragung des Eigentums auch gegenüber dem neuen iger 
tümer Deftehen bleiben und die verkaufte Sache troß des Eigentumswechte S 
nach wie vor ergreifen, mögen fie Nedhte Dritter ober des En 
oder des Käufers felbit fein (vgl. Mipr. d. DLSG, [Stettin] Bd. 8 S. OO 
NOT. Bd. 59 S. 400 und Warneyer Erg.-Bd. 1910 S. 109 Ir. 106); 
bei Rechten des Räufer3 felbit aber bleibt $ 439 zu beachten. 
Darüber, ob und inwieweit die DBeitimmung in einem Srundftückaufverkroße 
daß das Örundftüc „mitallen Ne Öten und Laften“ verkauft werbe, 8 
Bedeutung Hat, daß der Verkäufer von der Gemwährleiftung für etmaige Yon e 
Dritter am Srundftücke GB. Orunddienftbarkeiten) befreit werde, 
vgl. NOS. Bd. 66 S, 316 ff. 
3, Der Örundfaß des 8 434 ift an fi fhranken1o8 (M. N, 228), Er 
umfaßt alle Rechte Dritter, welche zum Nachteile des Käufers einen {og. Mangel im 
Rechte begründen würden, alfo vor allem: DL 
a) die dingliden Rechte am Kaufgegenitanbe, wie 3. B. Vfandrechte, Nieß 
brauchsrechte, Hypotheken, USD MSc MNentenfchulden, insbefondere au l 
Srunddienftbarkeiten, mögen biefe im Örundbuch eingetragen fein oder nid 
(vgl. Me. IT, 214, Sur. Or. 1903 Beil. 68 und RGE. Bd. 66 S. 316, fomwie 
Diecht 1907 S, 764 umd ©. 1065). Eine Grunddienftbarteit gilt hier au® 
dann al8 eine privatrechtliche Laft, wenn fie in ihrer Wirkung einer öffentlich? 
vechtlidgen Beichränkung G. B. Baubefchränkung) gleichlommt, NGE. Bd. 6 
S. 355 f. Jur. Wichr, 1908 S. 712 und Dal. auch unten Bem. h. Allgemein 
ift biebei davon auszugehen, daß nicht nur die in der HL Abteilung des 
Srundbuchs eingetragenen Rechte, fondern auch die in der IL Abteilung 
eingetragenen pribvatrechtlihen Laften hieher zählen, e8 fei denn, daß der 
Küufer die leßteren beim Vertragsfchluffe gekannt hat, Dal. NOGES., Recht 1907 
Nr. 1629; val. aber auch RGE, in Bayr. $ f. N. 1909 S. 392. Wegen Stod- 
werfseigentu m$ vol. Cli.-Lothr. 3. 1908 S, 596. 
„. Derartigen Rechten {ind auch grundbücherliche Bormerkungen zur 
Sicherung des Unipruchs darauf gleich zu achten, wofür eine Beleaitelle aud 
5 459 bl. 2 bildet; land Bem. zu & 454, vgl. biezu aber auch unten Bent. 7 
Jowie zutreffend wegen VBormerkungen für Dritte auf Au flaffun & Fuchs, 
Hecht 1907 S. 798 und Necht 1908 S. 237 (a. M. Frande, Recht 1907 S. 1124) 
ogl. ferner DS@. Raifel, Necht 1907 S. 970 und IRipr. d. DRG. Bd. 16 
S, 387, Warneyer Erg.=Bd. 1908 Sr, 200. Weiter gehören Def 5 
obligatori{f Be Aniprüche, Joweit fie mit Rücficht auf den aufgegen fen 
ge a den Käufer geltend gemacht werden fönnen. Solcher Art find 
& . au Miet- und Padhtrecdhte (f. D. 58 und ferner Seuff. Ur. 
Bd. 61 Nr. 198). Sn diefer Hinficht greift aber der Örundjaß der SS 571 
und 581 (Kauf bricht nicht Miete) modifizierend ein. Hinfichtlih eines 
Burüchebhaltungsrecht8 bal. die Ausführung bei Düringer-Sachenburg 
(1. Aufl.) Bd. 3 S. 30. . 
Auch Verlagsrechte, auSf@Oließlidhe Lizenzen 2C. zählen hieher; der 
Beräußerer eines Vatent8 hat dafür einzuftehen, daß das Vatent nicht Im 
Verhältnis der Abhängigkeit zu einem anderen Batent Heht, vol. Riezler, 
©. Urheber: und Erf.-NRecht S. 95, 
Unter $ 434 fallen ferner Beräußerungsverbote zugunften beftimmter 
Verf onen (88 135 ff.) Beräußerungsverbote, die im öffentlichen 
Antereffe Defteben, machen das Kaufgechäft nichtig, vgl. 88 134, 309 und 
NMeumann in Sem. 2 3u 8 434 {owie %. I, 656. 
Hinfichtlich der fog. Shnpmaldeigen] haft beim Verkaufe von 
Waldarunditücen val. bayr. Oberit. LG. BD. 4 In. FF) S. U ff.
	        
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