fullscreen: Oekonomik der Transformationsperiode

Dieselbe Erscheinung wird eigentlich auch bei der Unter 
suchung der kapitalistischen Konkurrenz wahrgenommen, die 
die Zersplitterung der gesellschaftlichen Produktion zu ihrer 
Grundlage hat. Hätte man es mit einem vernünftig regulierten 
System zu tun, dann würde sich die Arbeit auf einzelne Zweige 
und Unternehmen im nötigen Verhältnis verteilen. In der 
kapitalistischen Gesellschaft gibt es einen solchen bewußten 
Regulator nicht. Daher wirkt das Gesetz des Gleichgewichtes 
— das Gesetz des Wertes — als elementares Gesetz, wie ,,die 
Schwerkraft, wenn einem das Haus über dem Kopfe zusammen 
purzelt“, Aber gerade deshalb, weil es ein blindes Gesetz der 
gesellschaftlichen Elcmcntarkräfte ist, wird es durch beständige 
Störungen realisiert. Auch hierin bildet die Störung des Gleich 
gewichtes die unumgängliche Bedingung der Herstellung eines 
neuen Gleichgewichtes, auf das eine neue Störung folgt, usw. 
Der Mechanismus dieser Schwankungen, d. h. der beständigen 
Gleichgewichtsstörungen, durch die das Gleichgewicht be 
ständig realisiert wird, ist der Mechanismus der Konkurrenz. 
Und daraus folgt, daß die Entfaltung der Produktivkräfte in der 
kapitalistischen Gesellschaft erkauft wird um den Preis ihrer 
beständigen Vergeudung, Diese Vergeudung (die „Unkosten 
der Konkurrenz“) ist die notwendige Bedingung der Vorwärts 
entwicklung des ganzen kapitalistischen Systems, Denn jedes 
neue Glied in der Kette des beweglichen Gleichgewichtes re 
produziert dieses Gleichgewicht in höherer Form, auf Grund 
des zentralisierenden Prozesses, 
Von diesem Standpunkt aus muß man auch den Krieg be 
trachten, der nichts anderes ist als eine Methode der Kon 
kurrenz auf bestimmter Entwicklungsstufe. Das ist die Methode 
der kombinierten Konkurrenz zwischen den staatskapitalisti 
schen Trusts. Die Unkosten des Krieges sind folglich an sich 
nichts anderes als die Unkosten des zentralisierenden Prozesses, 
S Bucharm: Oekonomik. 
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