Object: Die politische Ökonomie des Rentners

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V.. KAPITEL 
DIE PROFITTHEORIE (FORTSETZUNG) 
1. Zwei Gründe für die VUeberschätzung der gegenwärtigen Güter: 
a) das verschiedene Verhältnis zwischen den Bedürfnissen und den 
Mitteln ihrer Befriedigung zu verschiedener Zeit; 
b) die systematische Unterschätzung der zukünftigen Güter. 
2. Der dritte Grund der Ueberschätzung der gegenwärtigen Güter: ihre 
technische Ueberlegenheit. 
3. Der Subsistenzfonds. Die Nachfrage nach gegenwärtigen Gütern und ihr 
Angebot. Die Entstehung des Profits. 
1. ZWEI GRÜNDE FÜR DIE ÜBERSCHÄTZUNG DER GEGENWÄRTIGEN 
GÜTER: DAS VERSCHIEDENE VERHÄLTNIS ZWISCHEN DEN BEDÜRF- 
NISSEN UND DEN MITTELN IHRER BEFRIEDIGUNG ZU VERSCHIEDE- 
NER ZEIT; DIE SYSTEMATISCHE UNTERSCHÄTZUNG DER ZUKÜNFTIGEN 
GÜTER 
Im vorhergehenden Abschnitt sahen wir, daß die Reali- 
sierung des Profits beim Verkauf der Ware durch den Kapi- 
talisten erfolgt; potenziell aber entsteht der Profit beim 
Kauf der Arbeit. In der Regel überwiegen die subjektiven Wert- 
schätzungen der gegenwärtigen Güter diejenigen der zukünftigen 
Güter. Da aber die subjektiven Wertschätzungen den objektiven 
Tauschwert und den Preis bestimmen, so überwiegen gewöhnlich 
die gegenwärtigen Güter die zukünftigen derselben Art nicht nur 
in ihrem subjektiven Wert, sondern auch im Preise. 
Der Unterschied zwischen den Preisen, die vom Kapitalisten beim 
Kauf der TO TE Güter, vor allem aber der Arbeit? gezahlt 
werden, und denj&igen, die beim Verkauf der als Ergebnis des 
Produktionsprozesses entstandenen Ware (die „Heranreifung der 
zukünftigen Güter zu gegenwärtigen) gelöst werden, bildet den 
Profit des Kapitals. Wir müssen demnach das Zustandekommen 
dieses Profits verfolgen und fangen mit der Analyse der subjek- 
? „In aller‘ Regel haben gegenwärtige Güter einen höheren subjektiven 
Wert als künftige Güter gleicher Art und Zahl. Und da die Resultante der 
subjektiven Wertschätzungen den objektiven Tauschwert bestimmt, so haben 
in aller Regel gegenwärtige Güter auch einen höheren Tauschwert und Preis 
als künftige Güter derselben Art und Zahl“ („Positive Theorie“, S. 439). 
” In letzter Instanz führt Böhm-Bawerk die Ausgaben für den Kauf der 
Produktionsmittel auf die Ausgaben für den Erwerb der Bodennutzungen und 
der Arbeit zurück; von ersteren sieht er „der Einfachheit halber“ ab.
	        
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