fullscreen : L' economia italiana dal 1919 al 1929

^  5i  Nr-  2405.

Her  Aufschwiing^  der  Handwerksämter  im  i6.  Jahrhundert.  IIj
Spuren  sich  völlig  verloren  hätten,  erscheint  bei  dem  heutigen
tande  der  Forschung  müssig.
'  Von  den  Gesellen  wird  uns  aus  zwei  Jahrhunderten  wenig
Jin  e.  Die  uns  erhaltene  Nachricht  vom  Ausbruche  einer  Arbeitseinstellung ­
  seitens  der  Maurergesellen  in  Neu-Pernau  '  steht  vereinzelt ­
  da.  Jene  Niederlegung  der  Arbeit  erfolgte  nicht  aus  Unzu-^
  iGdenheit  der  Gesellen  mit  ihren  Verhältnissen,  sondern  weil  sie
ei"  Rohheit  eines  Genossen  nicht  Zusehen  mochten  und  mit  ihm,
S  eich  ein  Schiedsgericht  eine  Versöhnung  angestrebt  hatte,
pi^^t  länger  zusammen  arbeiten  wollten.  Die  Thatsache,  dass  der
^i'nauer  Rath  nach  Reval  schrieb,  wohin  die  Strikenden  sich  ge-(^Gm
  Ersuchen  an  den  Rath  die  Säumigen  zu
i’fer  Pflicht  zurückzuführen  und  dem  betroffenen  Meister  zu  seinem
c  te  zu  verhelfen,  beweist,  dass  die  Obrigkeit  damals  noch  die
^  ^Sellen  ziemlich  in  ihrer  Hand  zu  haben  hoffen  konnte.  Von
orschaften  der  (lesellen  werden  uns  nur  drei  namhaft  gemächt,
Qj^i  ^'ivon  erst  am  Ausgange  des  sechszehnten  Jahrhunderts.  Die
g  ^^^rgesellen  hatten  eine  Verbindung  seit  1542,  die  Tischlergeseit
  1575,  (lio  Schlosser-,  Sporen-,  Büchsen-  und  Uhrmacher-^
  ollen  Seit  1581.  Die  letztere  bestand  längere  Zeit,  zwar  mit
j  *^^^idss  der  Meister,  aber  ohne  (Genehmigung  des  Raths,  die  erst
593  oingeholt  wurde.
zue  ist,  dass  gegen  Ende  des  16.  Jahrhunderts
die  Verbindungen  undeutscher  oder,  wie  man  sie  später
g  ,  oinheimischer  Gewerbetreibender  auftauchen.  Es  wurde
çj  j  ^  darauf  hingewiesen,  dass  Knaben  „undeutscher  Abkunft“,
de  ^^^^(^ischen,  zunächst  wohl  weniger  russischen  Ursprungs  in
An^tern  keine  Aufnahme  fanden  und  somit  ursprünglich  darauf
de  ^^ar  den  erforderlichen  Nachwuchs  aus  den  eingewan-^^^'^‘'Chen
  Handwerksfamilien  zu  erhalten,  beziehungsweise
^  durch  ferneren  Zuzug  aus  dem  Auslande  zu  ergänzen.  Indess
Q  ^  das  auf  die  Dauer  Schwierigkeiten  gehabt  haben,  bei  gewissen
auch  eine  unverkennbare  Neigung  oder  bestimmte
^  der  Einheimischen  dazu  geführt  haben,  ihnen  den  Zutritt
T  .  Ämtern  nicht  zu  verweigern.  So  finden  sich  die  Ämter  der
Weber  und  der  Kürschner  sowohl  von  Deutschen  als  Unde ­



°dor  „Lieffländern“  (d.  h.

von
doch  wohl  Letten)  besetzt.

dem  Verzeichniss  derjenigen  Mitglieder,  die  dem  Amte
            
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