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Futtermittel.
Der Samen des Ackersenfes zeichnet sich vor dem der Brassica-Arten durch die
hohen, tafelförmig aneinander gereihten Epidermiszellen aus (Fig. 162, S. 385). Zur
Identifizierung dienen die kleinen, radial pfeilspitzenartig gestreckten Stäbchen. Ihre
Höhendifferenz fällt im Verhältnis zur Länge nicht ins Auge, man bemerkt deshalb
auch kein Schattennetz. Infolge der zentralen Verdickung der seitlichen Zellwände
sind die Lumina undurchsichtig und heben sich in der Tangentialansicht als schwarze
Striche hervor, welche von den braunen Zellwänden wie von den Fäden eines
kleinmaschigen Netzes umgeben werden.
g) Schwarzer Senf (Brassica nigra Koch., Sinapis nigra L., Fig. 163). Über
den braunschwarzen Stäbchenzellen bemerkt man in der Tangentialansicht eine aus-Fig.
163. Schwarzer Senf. (Vergr. 200.) Nach C. Böhmer.
Tangentialansicht zu den entsprechenden Nummern Tangentialansicht der Stäbchenschicht,
des Querschnittes.
geprägte, große Maschenzeichnung, veranlaßt durch die zwischen die zartwandigen,
großen Parenchymzellen (2, Fig. 163) radial hineinragenden, fadenförmigen Verlängerungen
der Stäbchen. Das Bild kann nur zu Verwechselungen des schwarzen
Senfs mit russischem Senf (Sinapis juncea) oder mit Hederich (Raphanus Eaphanistrum),
allenfalls auch mit Rübsen führen. Russischer Senf ist aber an der helleren Färbung
der Stäbchen kenntlich. Der Unterschied der übrigen Sämereien läßt sich nur am
Querschnitt feststelien. Der Hederich enthält über den Stäbchen eine 2-reihige
Schicht dickwandiger Parenchyrazellen, der schwarze Senf nur eine Reihe dünnwandiger,
nahezu kubischer Zellen; beim Rübsen fehlen unter anderem die langen,
fadenförmigen Verlängerungen der Stäbchen.
Die 5—6-seitigen hohen Tafelzellen der Epidermis sind wie diejenigen des
weißen Senfs und Hederichs mit zarten Porenkanälen versehen.
h) Weißer Senf (Sinapis alba L., Fig. 164). Stäbchen im Gegensatz zu denen
aller anderen Brassica- und Sinapisarten farblos oder schwach gelblich gefärbt, nur im