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III. Die Ein- und Ausfuhr in optischen und
photographischen Bedarfsartikeln.
Die Eigenart der optisch-photographischen Industrie hat zur
Folge, daß sich auch der Absatz an die Konsumenten in Formen vollzieht,
die von denen anderer Produktionsgruppen zum Teil ganz
wesentlich abweichen. Denn es handelt sich bei den optisch-photographischen
Artikeln ja nicht um Massenfabrikate, sondern um zum Teil
sehr hochwertige Einzelerzeugnisse. So kommt es, daß zum Teil der
Großhandel mit der Fabrikation eng zusammenhängt.
In Deutschland gibt es ca. 200 Firmen, die sich zum größten
Teil als Hauptbetrieb, zum Teil als Nebenbetrieb, mit der Fabrikation
optisch-photographischer Artikel beschäftigen. Darunter befinden
sich 15 optische Anstalten, 30 Fabriken photographischer Apparate,
20 Trockenplattensabriken, 28 Fabriken photographischer
Papiere, 10 chemische Fabriken, 87 Fabriken anderer photographischer
Bedarfsartikel (Kartons, Rahmen, Schalen, Kopierrahmen,
Lampen, Mensuren usw.). Unter diesen Großbetrieben befinden sich
20 Aktiengesellschaften, die in der Hauptsache optisch-photographische
Artikel erzeugen. Zu bemerken ist hierbei noch, daß sehr häufig in
einem Unternehmen Betriebe verschiedener Art vereinigt sind. So
werden z. B. in den optischen Anstalten neben Brillen, Mikroskopen,
Fernrohren, optischen Instrumenten der verschiedensten Art auch
photographische Apparate angefertigt, in einzelnen großen Fabriken
der chemischen Industrie nicht nur photographische Chemikalien, sondern
auch Trockenplatten und lichtempfindliche Papiere. Die Gesamtzahl
der in allen diesen Betrieben beschäftigten Personen ist nicht
genau festzustellen. Die größte Arbeiterzahl weisen die optischen Anstalten
auf, die geringste die Fabriken photographischer Papiere und
Trockenplatten, was in deren wesentlich maschinellem Betriebe seine
Erklärung findet.
Wieviel Spezialhändler optischer und photographischer Artikel es
gibt, läßt sich nicht genau feststellen; ihre Zahl wird auf ca. 3000
geschätzt.
Ueber Umfang und Bedeutung des Großhandels in optischphotographischen
Artikeln gibt die Statistik einen Ueberblick.
An rohem optischenGlas wurden im Jahre 1913 672 dz
im Werte von 168 000 M eingeführt, gegen 716 dz im Werte von
179 000 M im Jahre 1912. Hiervon kamen 1913 aus Frankreich
557 dz und aus Oesterreich-Ungarn 106 dz gegen 526 und 179 dz
im Jahre 1912.
Die Ausfuhr fiel von 5546 dz im Werte von 1165 000 M im
Jahre 1912 auf 4630 dz im Werte von 1140 000 M im Jahre 1913.