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Für Rothenburg sind die Zahlen die folgenden
Rotgerber
Weißgerber
1812
12
4 1 )
1821
13
5 S )
1842
11
1863
6
2
1874
6
1
1910
5 Lederhandlungen
Von den 12 Rotgerbern haben schon 1812 drei nicht mehr gegerbt.
Die letzten Weißgerber sind nach Aussage der dortigen Lederarbeiter
verkommen; von ihnen ist keiner Lederhändler geworden.
In Speier bestanden 1766 4 Weißgerber s ); in Augsburg wurde
um die Wende des 18. Jahrhunderts gestattest daß ein Meister neben
zwei Gesellen oder neben einem Gesellen und einem Lehrjungen noch
einen im Taglohn arbeitenden M e i st e r in Arbeit anstellen darf 4 ); wir
sehen daraus, wie tief schon um diese Zeit das Handwerk gesunken
sein muß, da das Zusammenarbeiten von zwei Meistern nach Ordnungen
noch aus dem 17. Jahrhundert verboten ist 8 ). In Aub waren in der
Mitte des 18. Jahrhunderts 10 Weißgerbermeister, 1796 sind deren
noch 4 vorhanden, und ein um die Erlaubnis zur Ansässigmachung
nachsuchender Geselle treibt als unzünftiges Nebengewerbe die Wachs
zieherei 8 ).
In Gunzenhausen waren die Zahlen die folgenden:
Rotgerbermeister
Weißgerbermeister
1728
11
5 0
1739
14
3 0
1799
8
1807
?
2
Die Rotgerberei muß hier früher ein sehr einträgliches und be
deutendes Geschäft gewesen sein, aber die Weißgerberei war nach Aus
sage der noch lebenden Rotgerber niemals gewinnbringend, und die
letzten Weißgerber sind schon vor 30 Jahren gestorben und verdorben.
Die Rotgerber befanden sich hier durchweg in guten Verhältnissen, sie
besaßen schöne Häuser und gut eingerichtete Werkstätten, während bei
den Weißgerbern, wie man das auch sonst fast als Regel antrifft, die
Gerberei in das Wohnhaus selbst eingebaut war.
1808 befanden sich in 12 Ämtern von Unterfranken und Aschaffen-
0 Rothenburg 1812. 2 ) Rothenburg, Ad.
3 ) Speyer 1766. *) Augspurg ca. 1800.
5 ) Vgl. Würzburg 1660—1683, 13; Magdeburg 1686, 42 tens.
°) Würzburg 1795—1803. st Günzenhausen 1649—1770: 1728.
8 ) Gunzenhausen 1649—1770; 1739. °) Gunzenhausen 1818.