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und nirgends hat sich in ihren Reihen eine Erschütterung gezeigt.
Ziffern, wie sie die Deutsche Bank zeigt, bei größter Liquidität
und allererster Fundierung, finden wir bei keiner ausländischen
Bank. Die Kraft, welche auf allen Gebieten das deutsche Volk
beseelt und zum schließlichen Siege führen wird, hat sich auch bei
den deutschen Banken gezeigt, die die schwerste Erschütterung,
welche je ein großes modernes Wirtschaftsgebäude betroffen hat,
in sicherer Ruhe überwunden haben.
Bereits im Verlaufe unserer kurzen Betrachtung konnten wir
an verschiedenen Stellen Hinweise darauf geben, daß die finan
zielle Lage in den mit uns im Kriege stehenden Mächten schlech
ter sei als bei uns. In die Zeit des Erscheinens dieser Zeilen
fällt die neue Kriegsanleihe der englischen Nation, und es wird
für die Leser nicht ohne Interesse sein, in einem kurzen Ueber-
blick die wesentlichen Momente dieser Anleihe und ihre vor
aussichtliche Einwirkung auf die Qesamtwirtschaft Englands er
örtert zu sehen. Hängt doch selbstverständlich jede Anleihe
emission direkt und indirekt mit der Lage der Banken der be
treffenden Nation zusammen, die, wie wir sahen, bei uns in
Deutschland eine gute gewesen ist.
Am 23. Juni 1915 waren auf die zweite deutsche Kriegs
anleihe insgesamt 8502,7 Millionen Mark, das sind 93,4 % der Ge
samtzeichnung, eingezahlt. Die erste Einzahlung auf diese An
leihe hatte
mit 30 % am 14. April,
mit 20 % am 20. Mai
und mit 20 % am 22. Juni
zu erfolgen, so daß festgestellt werden darf, daß das seitherige
Ergebnis von
93,4 % gegenüber 70 % Erfordernis
als sehr günstig zu bezeichnen ist. Dabei ist hervorzuheben,
daß von den bisher gezahlten S 1 /^ Milliarden Mark nur etwa
500 Millionen Mark durch die Vermittlung der deutschen Dar
lehnskassen aufgebracht sind.
Wenn wir in die Tage der Zeichnung unserer zweiten
deutschen Kriegsanleihe zurückblicken, so wissen alle, daß gleich