Full text : Die Lokal- und Mittelbanken der Schweiz

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IV.
Die  Funktionen  der  Lokal-  und  Mitteibanken.

A.  Die  Passivgeschäfte.
1.  Die  fremden  Gelder  im  allgemeinen.
Die  Banken  sammeln  die  brach,  liegenden  Kapitalien  und  führen  sie
den  Zweigen  der  Volkswirtschaft  zu,  die  ihrer  bedürfen.  Diese  fremden
Gelder  spielen  aber  auch  für  das  Bankinstitut  selber  eine  grosse  Rolle.  Ihr
Verhältnis  zu  den  eigenen  Mitteln  bestimmt  zu  einem  grossen  Teil  den
finanziellen  Erfolg  des  in  der  Bank  investierten  Kapitals,  und  das  gleiche
Verhältnis  bietet,  von  der  andern  Seite  betrachtet,  Anlass,  die  Sicherheit
der  der  Bank  anvertrauten  Gelder  zu  beurteilen.  Die  fremden  Gelder
bringen  die  Bank  auch  in  eine  gewisse  Abhängigkeit,  die  um  so  grösser  ist,
je  geringer  einerseits  der  Betrag  der  eigenen  Mittel  gegenüber  den  fremden
und  je  kurzfristiger  diese  letztem  sind.
Tabelle  IV  (Seite  109)  zeigt  die  einzelnen  Kategorien  der  fremden  Gelder
für  die  Jahre  1906  bis  1911.  Die  Zahlen  zeigen  ein  stetes  Anwachsen,  dem
allerdings  auch  eine  ziemlich  parallele  Zunahme  der  eigenen  Kapitalien
entspricht  (Tabelle  I,  Seite  106).
Was  die  Verteilung  der  verschiedenen  Kategorien  auf  die  einzelnen
Gruppen  der  Lokal-  und  Mittelbanken  anbetrifft,  so  zeigt  sich  eine  bedeutende ­
  Verschiedenheit,  die  dem  verschiedenen  Charakter  der  in  den
Gruppen  zusammengefassten  Institute  entspricht.  Die  Check-,  Giro-  und
Korrespondentengelder  sind  bei  den  kleinsten  Instituten  am  geringsten.
Dafür  weisen  sie  verhältnismässig  mehr  Spargelder  auf,  während  wieder
für  die  grösseren  Banken  die  Obligationengelder  und  übrigen  Depositen
eine  weit  grösser  Rolle  spielen.  Folgende  Zusammenstellung  (in  1000
Franken)  zeigt  dies  für  1911.
            
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