Full text: Die Lokal- und Mittelbanken der Schweiz

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Wie für die Gewährung von Krediten in laufender Rechnung werden 
als Sicherheit für die Vorschüsse auf feste Termine (vergl. Tabelle 
VI, Seite 111) Grundpfand, Faustpfand oder Bürgschaft oder auch Ver 
bindung von Faustpfand und Bürgschaft verlangt. Die Dauer des Ab 
schlusses ist verschieden; einzelne Institute stellen z. B. als Regel auf, 
dass Darlehen mit faustpfändlicher Sicherheit bis auf drei Jahre, mit 
Personalbürgschaft bis auf zwei Jahre abgeschlossen werden können 
mit der Möglichkeit der Erneuerung nach Ablauf. Die Mindestsumme 
des Darlehens ist ebenso verschieden: 50 Fr., 100 Fr., 500 Fr. Die 
Darlehen werden gewährt gegen Obligo oder Eigenwechsel. 
Es ist einleuchtend, dass gerade bei diesem Geschäftszweig die Ver 
hältnisse der einzelnen Institute sehr verschieden sind. Kleine Banken auf 
dem Lande kommen wohl hauptsächlich in den Fall, Vorschüsse zu ge 
währen gegen Hinterlage von Nachhypotheken oder Viehverpfändung, 
wieder bei anderen spielt der Bürgschaftskredit eine Hauptrolle. So weiss 
die Handwerkerbank Basel in ihrer Jubiläumsschrift von einer Änderung 
ihres Darlehensgeschäftes zu berichten. Auch bei ihr bildeten, wie heute 
noch bei eigentlichen Gewerbebanken, die Darlehen mit Bürgschaft den 
Hauptteil dieses Geschäftszweiges. Waren es daneben Darlehen gegen 
Hinterlage, so bestand diese meist in Hypothekartiteln zweiten Ranges. 
Jetzt setzt sich vom Betrag ihres Darlehensbestandes mehr als die Hälfte 
aus Lombardwechseln gegen kurante Wertpapiere zusammen. Des weitern 
erwähnt die gleiche Bank die erfreuliche Erscheinung, dass neben die Dar 
lehen gegen Bürgschaft in neuerer Zeit vielfach solche gegen Hinterlage von 
Lebensversicherungspolizen treten, ein Beweis, dass der Versicherungs 
gedanke in den breiten Volksschichten an Boden gewonnen hat. 
Wie bei der Handwerkerbank Basel, hat überhaupt der verwandte 
Geschäftszweig der eigentlichen Lombardvorschüsse gegen kurante 
Wertpapiere und dann das Reportgeschäft vermehrte Bedeutung für die 
heutigen Banken. Die der Arbeit zugrunde liegenden Zahlen fassen unter 
diese Rubrik alles zusammen, was in den Bilanzen als Lombardwechsel, 
Lombardvorschüsse und Reports erscheint. Es betrugen die Lombard 
vorschüsse und Reports der einzelnen Gruppen für die Jahre 1906 bis 1911 
(in 1000 Franken):
	        
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