Full text : Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Frankreichs  Bank-  und  Finanzwirtschaft.

III

Banque  de  Paris  et  des  Pays-Bas.
Aktien-Kapital  .  .  .  100  Mill.  Frcs.
Reserven  104  Mül.  Frcs.

Activa

Passiva

Bilanzdaten

Bar-  und
Bank-Guthaben


Auslands-Guthaben


Wechsel

Debitoren

Effekten

Beteiligungen ­


Fremde
Gelder

1914
Dezember  31.

28,00

34,00

32,00

165,00

109,00

50,00

270,00

1915
Dezember  31.

32,00

21,00

30,00

107,00

99,00

29,00

146,00

Banque  Franqaise  pour  le  Commerce  et  ['Industrie.
Aktien-Kapital  ...  60  Mill.  Frcs.
Reserven  4  Mill.  Frcs.

Activa

Passiva

Bilanzdaten

Bar-  und
Bank-Guthaben


Auslands-Guthaben


Wechsel

Debitoren

Effekten

Beteiligungen ­


Fremde
Gelder

1914
Dezember  31.

34,00

44,00

48,00

25,00

13,00

149,00

1915
Juli  3 1 *

33,oo

—

26,00
Ribotins
78,00

20,00

27,00

5,0°

172,00

rakter  der  nationalen  Kriegs-  und  Wirtschaftsführung  hilfreich  zur
Seite  gehen  können.  Es  läßt  sich  naturgemäß  heute  noch  nicht  mit
absoluter  Sicherheit  feststellen,  wie  der  Krieg  tatsächlich  auf  ihre  Lage
eingewirkt  hat,  welches  später  die  Folgen  ihrer  früheren  Finanzpolitik
sein  werden,  und  auf  welcher  Grundlage  sie  sich  weiterentwickeln  dürften.
Daß  sie  nicht  in  den  alten  Bahnen  werden  weiterhin  wandeln  können,
soll  am  Schluß  des  nachfolgenden  Teiles  behandelt  werden,  daß  sie
andererseits  mit  Friedensschluß  diese  Bahn  nicht  sofort  werden  verlassen
können,  ist  klar,  da  eine  so  enge  Verknüpfung  und  eine  so  große  Interessengemeinschaft ­
  mit  den  vielen  Ländern  und  Unternehmen  einfach
nicht  plötzlich  und  gewaltsam  gelöst  werden  darf.
Sahen  die  Banques  d’affaires  ihr  Arbeitsfeld  im  Auslande,  so  sind
die  französischen  Depositen  -  und  Kredit-Banken  die  eigentlichen ­
  Förderer  der  heimischen  Wirtschaft,  die  ihre  Aufgabe  darin  finden,
einerseits  Kreditnehmer  als  Depositenbank  und  auf  der  anderen  Seite
Kreditgeber  durch  die  bekannten  bankmäßigen  Mittel  zu  sein.  Als  zweiter
Hauptzweig  ist  das  reine  Kommissionsgeschäft  zu  nennen.  Neben  diesen
regulären  Bankgeschäften  suchen  die  Depositenbanken  die  ihnen  durch
ihr  gewaltig  ausgedehntes  Filialnetz  zufließenden  Gelder  durch  eigene
Emissionstätigkeit  zinstragend  unterzubringen  und  in  Verbindung
mit  den  Banques  d’affaires  Anleihen  zu  placieren.  Ihre  außerordentlich
            
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