1. Titel: Verpflichtung zur Leijtung. S 243. 29
Räufers einverftanden {ft und nur eine Abfindung feines Rechtes
yurch den Käufer fordert. Breit a. a. D. S. 167 ff. zieht hieraus
wertvolle und der bedenklidhen ROSS. Bd. 54 ©. 213 ff. gegen
über m. €. richtige ®onfequenzen für die Behandlung bes 109.
Vinkulationsgefhäfts d. h. Der le zw. fidu-
den Nebertragung (Xombardierung) rollender Ware an einen
Bankier; vol. des Nöheren Erl. 2 zu S 267. Vol. dazu noch
Breit in Goldheimg Monatsichrift 1908 S. 61—71.
Hegelmäßig ift der Zeitpunkt der Konzentration auch derjenige,” in welchem
die Gefahr des UntergangsS der Sache PL Gläubiger übergeht. Val.
oben Bem. 1, €. Denn nach $ 279 hat der Schuldner, falls der gefdhuldete
®egen]tand nur der Gattung nach beftimmt i{t, fo lange die Leitung der
Sattung noch möglich {ft, fein Unvermöügen au Leiftung auch dann 3u ver-
treten, wenn ihm ein ae nicht zur Lajt fällt. Bon dem Bene
der Konzentration an aber befhOräntkt {9 Jeine Leiftung „auf diefe Sache”.
Wird allo dem Schuldner vom Eintritte der Konzentration an die
Seijtung der beftimmten Sache unmöglich, fo wird er von der Verpflichtung
irei, auch wenn die Leiftung aus der Gattung noch möglich wäre (S 275).
SZedoch kann bei Holfchulden Conzentration und Gefahrübergang zeitlich
zuseinanderfallen, fofern hier nach S 300 Abi. 2 die Gefahr erit mit dem
Zeitpunkt auf den Öläubiger We „in weldem biefer dadurch in
Berzug fommt, daß er die vr ache nicht annimmt.“ Vol. RGOS.
Jom 27. März 1904 in ROSE. Bd. 57 S.402{. und die eingehenderen Aus-
nen bei Breit a. a. ©. S. 142.
a8 gleiche gilt, wenn der ©läubiger unter Sau auf die einge
tretene Konzentration verlangen wollte, daB ihm die nämlichen Gelditüce
ler werden, welche ihm zur Zahlung angeboten waren und durch deren
Nichtannahme er in Annahmeverzug gefommen war.
N Sm Ergebniffe biemit übereinftimmend Pland Bem. 4, DVertmann,
Komm. Anm. 5, b, Schollmeyer, Komm. Anm. 6, c zu $ 243, Cofadk Bd. 1
SS. 296, c: val. auch 8. I 287—9289. %
er)
Vorbemerkungen zu SS 244, 245 (Geldfehuld). *)
Die Geldjhuld ift die Berbindlihteit, eine Seldjumme zu bezahlen; fie bildet einen
befonderS wichtigen Fall der GattungsSfhuld. Bon einer Regelung fänıtliher mit dem Geldverfehr
begrifflih verknüpften Privatrecdhtäfragen hat das BGB. Abftand genommen; die einichlägigen
Beitimmungen finden fidh in den weiter unten genannten NeichZgefegen. Bagl. darüber bie unten-
tehende Literatur und die Lehrbücher, inZbefondere auch Kuhlenbeck, Bon den Rand. z. BSG. I
S. 288, Ennecceru8 I 8 116. Bu unterjheiden it vor allem Geld im weiteren und im
engeren Sinne. Geld im weiteren Sinne (Verkehrageld) tft der im Verkehr anerkannte all-
gemeine Wertmeljer und Wertträger (da3 allgemein gültige Nequivalent). Im engeren
Sinne ift Geld der innerhHalkb eineS Staate8 rechtlid) al8 Zahlungsmittel anerfannte Werts
träger (Stantageld). Diefe gefeblihe Geltung eines Wertträger8 bezeichnet man al3 Währung
und je nachdem ein Staat Silber oder Goldmünzen oder beide oder au Papiergeld mit
gefeßlider Bahlungsgültigkeit ausftattet, fyricht man von Silbher-, Gold, Dovbele und
Babtermährung. -
Die Reichswährung (grundfäglig SGoldwährung) beruht nunmehr auf dem Minzgefege
Som 1. Yuni 1909 (RGBYlL 1909 S. 507—511; die früheren gefeßlihen VBorfchriften find
aufgehoben, {. & 16 diejes Gef.; vgl. ferner auch Bem, 5 zu S$ 91 in Bd. I), Gemäß $ 9
de Münzael. Ut niemand verbflichtet, RKeichsiilbermünzen im Betraae von mehr als
; *) Literatur: Ueber Geldihulden im allgemeinen Mandry, Reidh3=-Zivilrecht $ 19
das Geld al8 Necht8objett); Leidler, Conrad Jahrbücher Bd. 62 Wr. 7; RKegelsberger,
Band. I 88 104-—106; och, Geld und Wertpapiere (Belfer und Filder, Beiträge 1889
Deft 4); Hartmann, Neber den rechtliden Begriff des Geldes 1865; derjelbe, Archiv
f X 3tbilijt Praxis Bd. 65 Nr. 6; Goldihmidt, Handelsr. I S. 1061 ff; Enneccerus
S 538; Dernburg II 813; Endemann II8 121; ©. Kaufmann, Zur Lehre vom Inhalt
et Geldjhuld, Difi., Bonn 1894; €. Peijert, Kechtl. Inhalt einer Geldjehuld, Diff.,
tl, 1897; 5. Blumbhagen., Beariff der Geldichuld nach gem. R., Greifsm. 1898.