thumbs : Ferdinand Lassalle

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aus,  daß  ich  vor  nur  selbst  erschrak.  Was  auch  mein
Vater  sagte,  ich  antwortete  bloß  durch  ein  trotzig  höhnisches ­
  Lächeln,  das  meinen  Vater  reizte,  mich  ins  Gesicht ­
  zu  schlagen.  Doch  hielt  er  an  sich.
Ruhig  zog  ich  mich  an,  sagte,  daß  ich  zu  Hiller  müsse,
und  ging  mit  dem  Vorsatz  hinunter,  mich  in  die  Ohle
zu  werfen.
Als  ich  an  das  Geländer  trat,  blieb  ich  stehen.  Ich
überlegte,  wie  ich  es  machen  sollte.
„Du  gehst  die  Stufen  hinunter,"  sagte  ich  zu  mir
selbst.  „Bist  du  aus  der  letzten,  so  steckst  du  deinen  Fuß
ins  Wasser,  darauf  erhebst  du  den  anderen  in  die  Höhe;
natürlich  stürzest  du  vornüber  und  bist  frei."
Hier  dachte  ich  an  meine  Mutter,  auch  wohl  an  meinen
Vater.  Doch  schritt  ich  entschlossen  nach  der  Treppe  zu,
denn  meine  Aufregung  war  zu  groß.
Da  plötzlich  hörte  ich  rufen:  „Ferdinand!"  Ich  drehte
mich  um.  Mein  Vater  stand  hinter  mir,  bleicher  noch  als
ich  selbst.
„Was  machst  du  hier?"
„Ich  sehe  mir  das  Floß  an."
„Du  brauchst  nicht  in  die  Stunde  zu  gehen,  geh  in«
Kontor."
Ich  folgte,  setzte  mich  aufs  Sofa,  und  in  einer  halben
Stunde  fand  ich,  daß  ich  sehr  unrecht  getan  habe,  einen
solchen  Vorsatz  gefaßt  und  meinem  Vater  solche  Furcht
verursacht  zu  haben.  Denn  daß  er  meinen  Plan  merkte,
zeigte  mir  seine  Blässe,  sein  Verbot,  in  die  Stunde  zu
gehen  —  er  wollte  mir  vermutlich  Zeit  geben,  mich  zu
            
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