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Volksvermögens wieder auf füllen können, so daß sie einen
freieren Ausblick in die Zukunft ermöglichen. Gewiß wird es kein
leichtes sein, im deutschen Lande jedem einzelnen die freie Existenz
zu schaffen, die unter normalen Umständen möglich wäre, und bis
zu allgemein normaleren Zuständen werden auch die Auswirkungen
der neuen Wirtschaft sich nicht so bemerkbar machen, daß der
materielle Nutzen handgreiflich wird. Die Zukunft des deutschen
Volkes ist schwer und trübe auf jeden Fall. Auch mit dem voll
kommensten Wirtschaftssystem kann man keine Wunder erreichen.
Wie aber würde es aussehen, wenn man die Neuordnung der Wirt
schaft unterließe, und wenn man den sozialen Kampf bei den gegen
wärtigen und zukünftigen Ansprüchen an die Wirtschaft verewigen
wohte ? Das deutsche Volk hat unter den sozialen Erschütterungen
seit der Revolution unsäglich gelitten. Ihnen verdankt es die
Teuerung und den wirtschaftlichen Niedergang, der sich in der
Valuta ausdrückt. Nur durch Arbeit kann geholfen werden, aber
es hegt nicht an dem Arbeiter allein. Wie soll Arbeitslust und
Arbeitsfreudigkeit und Arbeitseifer gehoben werden, wenn an den
Erträgen der Arbeit der Arbeiter keinen Teil hat, wenn Mehr
erträge nur ein Reparationsgewinnlertum begünstigen, und
das ist so lange der Fall, als man dem Arbeiter nicht seinen Anteil
am Betriebsgewinn gewährt. Die Umstellung der deutschen
Wirtschaft zu den Reparationsleistungen, die einen erhöhten
Kräfteeinsatz jeder Arbeit verlangen, bedingt deshalb, daß der
Arbeiter mit dem Unternehmer gleichberechtigt wird.
Die Regierung hat zugesagt, daß sie ein Reparationsgewinnlertum
unterbinden will. Wenn diese Zusage ehrhch gemeint ist, dann
muß sie auch gegenüber den Arbeitern erfüllt werden, von deren
erhöhten Leistungen letzten Endes alles abhängt. Die ganze Zu
kunft des deutschen Volkes ist ein Arbeitsproblem. Um so
notwendiger, ist es, dem arbeitenden Menschen die Arbeit möglichst
zu erleichtern, vor allen Dingen aber nicht zu erschweren,
und das geschieht in dem gegenwärtigen Wirtschaftssystem, in
dem der Kapitalismus wahre Orgien der Allmacht feiert und in
dem Trusts und Konzerne geradezu Souveränität genießen gegen
über Millionen von arbeitenden Menschen. Daß diese, und muß
es sein, durch alleräußersten Kampf zur Freiheit sich hindurch
ringen werden, das muß jedem klar sein, der die aufsteigende Linie
der sozialen Entwicklung sich vergegenwärtigt. Der Arbeiter ist
in Erkennung des volkswirtschaftlichen Wertes des Kapitals bereit,
diesem den Besitz und die sich daraus ergebenden Rechte zu garan