thumbs: Die Theorie der Volkswirtschaft

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um so schneller entwickeln, je weniger Pro 
dukte die Gesellschaft konsumieren, das heißt 
je weniger unmittelbare Bedarfsartikel der 
innere Markt aufnehmen würde. Denn je kleiner 
der Teil der Produktionskräfte der Gesellschaft ist, der für die 
Produktion der unmittelbaren Bedarfsartikel aufgewendet wird, 
je weniger die letzteren unmittelbar konsumiert werden, desto 
mehr Kapital muß übrig bleiben, das für die Herstellung von 
Produktionsmitteln verwendet wird. 
Nehmen wir an, daß die Gesellschaft in einem Jahre 
1000 Werteinheiten produziert, von denen 500 für den unmittel 
baren Konsum und 500 als Produktionsmittel dienen. Wenn der 
unmittelbare Konsum auf 300 Einheiten sinkt, so tritt eine Neu 
gruppierung der Produktionskräfte ein: die Herstellung der un 
mittelbaren Bedarfsartikel wird eingeschränkt und die der Pro 
duktionsmittel von 500 auf 700 Einheiten erhöht. Auf diese Weise 
wird die Akkumulation des Kapitals und die Entwicklung des 
Kapitalismus durch die Einschränkung des unmittelbaren Kon 
sums beschleunigt, wobei die beschleunigte Entwicklung des 
Kapitalismus der Einschränkung der Kaufkraft der Arbeiter und 
der Kapitalisten für ihren persönlichen Bedarf, das heißt der Ein 
schränkung des inneren Marktes, soweit der letztere den persön 
lichen Bedarf befriedigt, proportional ist. 
Dies widerspricht augenscheinlich allen Erfahrungen. Denn 
wir wissen sehr gut, daß sich der Kapitalismus dort am stärksten 
entwickelt, wo sich der persönliche Konsum der Arbeiter und der 
anderen Gesellschaftsklassen ausdehnt, wie beispielsweise in den 
Vereinigten Staaten Nordamerikas, während in Ländern mit ge 
ringer Entwicklung des persönlichen Verbrauches der Kapitalis 
mus sich nur schwach entwickeln kann. 
In unserem letzten Schema haben wir angenommen, daß mit 
dem Fortschritt in der Produktivkraft der Arbeit (diese stieg von 
55 bis auf 100) der Konsum nur um ein Geringes (um 8 Ein 
heiten) zugenommen hat, während die Produktion von Arbeits 
mitteln um 42 gestiegen ist. In der Tat geht Hand in Hand mit 
einem geringen Wachstum des Konsums eine kolossale Ver-
	        
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