drei auf ihre Vorzugsaktien. Der Londoner „Statist”
stellte klar und deutlich fest, daß „die Folgen der
Tarifkriege auf den amerikanischen Eisenbahnen so
unheilvoll für die Aktionäre, die Aussichten für die
Zukunft so düster sind, daß man seine Zuflucht zu
irgendeinem durchgreifenden Mittel nehmen muß, sonst
ist das gesamte investierte Kapital verloren.”
Innerhalb 13 Jahren hatten 423 amerikanische
Eisenbahngesellschaften mit einer Streckenlänge von
70000 Kilometer und einem Kapital von mehr als
2% Milliarden ein unrühmliches Ende im Bankrott
gefunden. Im Kalenderjahr 1888 betrugen die Brutto-
gewinne von 95 Eisenbahngesellschaften 622 659 427
Dollar, eine Zunahme von 20403147 Dollar oder un-
gefähr 3% Prozent gegen das Vorjahr, Aber ihre Rein-
gewinne für dasselbe Jahr betrugen 202 544 600 Dollar,
eine Abnahme gegen das vergangene Jahr von
14481 996 Dollar oder etwa 6 Prozent. Das Geschäft
war um 20 Millionen gewachsen, der Gewinn um
14 Millionen gesunken!
Nun waren die Informationen, die den englischen
Aktionären zur Verfügung standen, sehr fragwürdigen
Charakters. Sie wußten kaum etwas von der wahren
Lage der Eisenbahnen, deren Eigentümer sie waren,
und deren Geschäfte sie angeblich leiteten. Natürlich
hätten sie die Berichte, die man ihnen gelegentlich zu-
kommen ließ, zusammenstellen und so versuchen
können, sich ein vernünftiges Bild daraus zu machen.
Aber das versuchten sie selten. Je größer ein Eisen-
bahnunternehmen ist, desto weniger beschäftigen sich
die, die an seinem Wohlergehen am meisten inter-
essiert sein sollten, mit ißhm. Außerdem streute man
ihnen durch phantasievolle Buchführung Sand in die
Augen. In vielen Fällen ähnelte das, was für den Über-
schuß einer Eisenbahngesellschaft ausgegeben wurde,
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