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Zuhilfenahme des unter dem Eindruck des Frischempfan
genen noch besonders bereitwilligen Gedächtnisses den
ungefähren Wortlaut nach dieser Niederschrift herzu
stellen. Nur an einigen Stellen, wo ich durch die in
teressante Persönlichkeit des Angeklagten von meiner
Arbeit abgelenkt war, machte mir die Redaktion der
Rede nach meinen Aufzeichnungen Schwierigkeiten. Um
diese zu heben, wandte ich mich an Lassalle selbst. In
der Zeitung hatte ich zunächst einen kurzen resümierenden
Bericht gebracht und einen ausführlichen mir vorbehalten.
Am anderen Tage, am 28., ging ich zu Lassalle und
bat ihn, mir bei dem Berichte zu helfen. Ich las ihm
vor, was ich geschrieben hatte; er änderte einige wenige
Kleinigkeiten und füllte durch sein Diktat alle Lücken
aus. Die Revision und die Nachträge erforderten immer
hin noch mehrere Stunden. Ich saß als Sekretär am
Tische und schrieb nach dem Diktate Lassalles noch
einige zwanzig Seiten, so daß der Bericht über die
Rede allein zwölf bis fünfzehn Spalten der Zeitung
füllte. Lassalle diktierte wieder nach seiner Disposition,
indem er beständig im Zimmer auf und ab schritt.
Sein Diktat stimmte mit der am Tage vorher ge
haltenen Rede bis auf die kleinste Wendung — bis
aufs „und", wie die Schauspieler sagen — genau
überein. Es fiel mir auf, daß er auch jetzt, da sich
das Auditorium auf meine Person allein beschränkte
und er keinerlei rhetorische Wirkung zu erzielen
brauchte, ganz dieselben Akzente wählte wie in der
öffentlichen Sitzung und an den betreffenden Stellen
auch dieselben Bewegungen machte wie am Tage
vorher.