Deutschlands Auslandsanleihen.
Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk A.-G.II:
National City Co, Neuyork, In Holland 1,5 Mill, $ am 18. 8. 1927 aufgelegt
von Amsterdamsche Bank, Internationale Bank, Rotterdamsche Bankver-
geniging, R. Mees & Zoonen. In Schweden 750000 $ zu 96 % aufgelegt
durch Stockholms Enskilda Bank und Skandinaviska Kreditaktiebolaget,
In England rund 1550 000, in der Schweiz rund 200 000 $ fest untergebracht.
tätswerks Unterelbe sämtlich im Besitz der Stadt Altona. Die
Hamburgischen Elektrizitätswerke sind dagegen eine gemischt-wirt-
schaftliche Unternehmung; im Jahre 1915 trat der Hamburgische
Staat der ursprünglich als Privatunternehmen gegründeten Ge-
sellschaft mit einem dem Stammkapital gleichen Betrage an
Vorzugsaktien bei.
Am Aktienkapital der Landkraftwerke Leipzig sind der
sächsische Staat und die belieferten Kommunalverbände mit zu-
sammen 73 % beteiligt, am Aktienkapital der Energie A.-G.
Leipzig die belieferten Kommunalverbände mit 74 %. Das
Aktienkapital der Elektrizitätswerke Sachsen-Anhalt ist folgender-
maßen verteilt: 48 % Continental-Gasgesellschaft Dessau, 29 %
Provinz Sachsen, 20 % Elektrowerke, 3 % Freistaat Anhalt,
An den Aktien der Rhein-Main-Donau A.-G. sind das Reich
und Bayern mit zusammen 50 % beteiligt; die andere Hälfte ist
im Besitz Preußens, Badens, Hessens, Thüringens und ver-
schiedener rheinischer und bayerischer Städte. Das Aktienkapital
des Großkraftwerks Mannheim ist im Besitz der Stadt Mannheim,
der Pfalzwerke und zwei anderer Gesellschaften; die Aktien der
Pfalzwerke wiederum gehören zu über 70 % der Pfalz und ver-
schiedenen pfälzischen Kommunalverbänden. Bei den Oberpfalz-
werken befindet sich die Aktienmajorität in Händen der Oberpfalz
und der belieferten Städte und Gemeinden.
Das Kapital der Vereinigten Elektrizitätswerke Westfalen
G. m. b. H. ist in Händen der belieferten Kommunalverbände. Der
Bezirksverband oberschwäbischer Elektrizitätswerke ist ein
Zweckverband württembergischer Kreise. Der Amtsverband
Cloppenburg endlich hat eine Anleihe für sein an die Siemens:
Elektrizitätswerke angeschlossenes Stromverteilungsnetz auf-
genommen, welches außer Cloppenburg das ganze Süd-Oldenburg
(Münsterland) und einige benachbarte Ortschaften mit Strom
versorgt.
Die erste 15-Mill-$-Anleihe der Sächsischen Werke,
die im Jahre 1923 zwecks Übernahme der staatlichen Kraftanlagen
und Kohlenbergwerke gegründet worden sind, wurde Anfang
Februar 1925 zu dem Zwecke der Errichtung eines neuen Kraft-
werks bei Böhlen in West-Sachsen aufgenommen; die Gesellschaft
hatte bis dahin den von ihr verteilten Strom nur zur Hälfte in
ihrem Kraftwerk in Hirschfelde in Ost-Sachsen selbst erzeugt, zur
andern Hälfte aus fremden Kraftwerken bezogen. Ihr Strom-
verteilungsgebiet erstreckt sich über ganz Sachsen, insbesondere