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die Kinder und beschenkt arme Kinder der Bewahr-Anftalt zu Weih 
nachten mit Kleidungsstücken. Damit in Verbindung steht ein Suppen- 
Verein, der aus einzelnen Häusern Snppe an Kranke und Wöchne 
rinnen vertheilt. 
Frauen-Verein für Armeupflcge zu Magdeburg, 
1848 begründet. Die Mitglieder verpflichten sich zu Persönlichen Be 
suchen der Armen, um ihnen so viel wie möglich geistig und leiblich 
aufzuhelfen. Der Bercin läßt Näh- und Strick-Arbeiten gegen Lohn 
anfertigen, um sie alsdann zn verkaufen, oder auch an andere Arme 
zu verschenken; seit 1856 hat er eine kleine Sparkasse für seine Armen 
und eine Flickschule für die größer« Mädchen eingerichtet. Die Mittel 
Merden durch freiwillige Beiträge und Geschenke ausgebracht; der Er 
trag derselben beläuft sich auf etwa 1000 bis 1200 Thlr. Durch 
schnittlich sind es 60—70 Familien jährlich, denen der Verein seine 
Fürsorge zuwendet. 
Frauen Bercin für arme verheirathete Wöchnerinnen zu Magdeburg. 
1826 begründet, hat er den Zweck, arme verheirathete Wöchnerinnen 
vont Civil oder Militair mit den für ihren Zustand erforderlichen 
Hülfsmitteln zu versehen. Die Wöchnerinnen erhalten, nach dem Be 
dürfnisse, ein Lager und Kleidung für sich und das Kind, das beuö- 
thigte Brennmaterial und eine für ihren Zustand passende Suppe; für 
den Beistand einer Hebamme und die etwa nöthige ärztliche Pflege 
sorgt die Armen-Verwaltung. 1861 wurden 91 arme Wöchnerinnen 
aus den Mitteln des Vereins unterstützt; die Einnahme an Beiträgen 
und Geschenken belief sich ans 584 Thlr., das Kapital-Vermögen auf 
3748 Thlr. 
Frauen Verein für Armen und Krankenpflege zu Halle. 
Zunächst für die Cholera-Waisen von 1849 und 1850 begründet, hat 
er seine Wirksamkeit auf die Unterstützungen von verarmten Kranken 
gerichtet. Er gewinnt seine Mittel durch Privat-Wohlthätigkcit und 
hatte bis 1853 ein Vermögen von etwa 5400 Thlr., hauptsächlich in 
einem Hause bestehend, erworben; 1853 erhielt er die Rechte einer 
moralischen Person. Mehrere Zuwendungen z. B. von der unverehe 
lichten Keil, von Joh. Fr. Schmidt (s. d.) u. A. 
Frauen Verein für arme Wöchnerinnen zu Halle. 
Erhält seine Mittel durch Privat-Mildthätigkeit und hatte 1853 ein 
Kapital von 300 Thlr. in zinstragenden Papieren. 
Frauen Verein für christliche Bildung des weiblichen Geschlechts im Morgeulaude. 
Er entstand zu Berlin 1842 und hat den Zweck, Jungfrauen oder 
junge Wittwen aufzufinden, welche willig und tüchtig sind, als Lehre 
rinnen und Missionsgchülsinnen nach Ostindien und Syrien zu gehen 
und dort nach Anordnung eines Missionars das Evangelium zu ver 
breiten, um in dieser Weise den Zustand des tief erniedrigten weiblichen 
Geschlechts zu verbessern und dasselbe einer würdigeren Stellung in der 
bürgerlichen Gesellschaft entgegenzuführen. Der Verein hält seine Ver-
	        
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