522 VII. Abidhnitt: Einzelne Schuldverhältniffe.
S. 309, ROT. in Jur. Wichr. 1902 Beil. S. 247 und Entich. Bd. 52 S. 1 ff, Towie Bd. 56
S.. 50, Bd. 63 S. 110 F#., Jur. Wichr. 1903 Beil. S. 124, Seuff. Arch. Bo. 58 Nr. 3 und
au Nr. 2, Schneider im „Recht“ 1903 S. 522, bayr. Oberft. LG. Bd. 3 n. F. S. 547 und
Bd. 6 n. 5. S. 27 (and. Anf. Dernburg, Bürgerl, Necht Bd. 2 Abt. I S. 51 Nr. IN).
Neber nacdhträglihe Heilung der Formlofigkeit durch MAuflaflung und Eintragung
au beziüglihH mündlider Nebenabreden 4. S$ 313 mit Bem. V hiezu. Seuff. Arch.
Bd. 55 Nr. 129 fowie Nr. 6 und 7, ROGET, im Bentral-Bl. Bd. 3 S. 178 und Seuff. Arc
Bd. 58 Nr. 3 und 2, fowie ROGE. Bd. 52 S.1f. und RÖOE. in ur. Wichr. 1904 S. ar
Bu beachten i{t aber, daß durch die Auflaffung und Eintragung nur der Formmange
jolcher mündlichen Nebenberedungen geheilt werden kann, in befreit deren zur Beit Der
Auflaffung nodh Willensübereinitimmung befteht, |. ROSE. Bd. 52 S. 4 und 5,
Warneyer Erg.-Bd. 1909 Nr. 80 und Nr. 350, Recht 1909 er. 1116. Val. ferner NOS.
Bd. 56 S. 50 über die Folgen folder Nidtbeurkundung. Val. aber auch Ripr. d-.
DL. Bd. 12 S. 34.
4, Strittig ijft, ob die Zufiherung im Sinne des Abf. 2 befhräuft bleiben muß
auf pDbfiide Eigenicdhaften der Kauffache?
Diefe Frage ift zu verneinen. Daß Ab]. 2 einen zwingend Gefhränkenden
Charakter habe, fann von niemand ernftlidh behauptet werden. Sit aber dies nicht der
Hall und fönnen Garantiever{prechen ganz allgemein und ohne jede Schranke ‚nach den
Srundnormen des BGB. auch fonit abgegeben werden, fo ijt IOlechterding8 nicht abzu
feben, warum gerade hier die Warteiabrede ausnahmöweije feine Kraft haben follte!; Die
Deutfche Sprache hat eben keine andere zwedmäßige Bezeichnung für Das (algeminerg)
S®arantieverprechen in diefen Falle als „zugeficherte Eigenidhaften der Kauffadhe”.
Man will hiemit aber weder Iprachlih noch im Sinne des Verkehr8 eine Beichvänfung
auf rein PoMe Eigen{haften der Sache. Auch die bisherige Rechtiprechung (vgl. insbel-
RS. in Senf. Arch. Bd. 40 S. 156, Bd. 48 S. 21 und NGE, Bd. 21 S. 310 {f., jowie bayt-
Oberft. LG. Bd. 14 S. 541, Bd. 17 S. 360) Hat bezüglich des Mietsertrags3 von
Däufern oder der Umfagßverhältnifjfe einer Wirtfchaft Bierumfag) 20. don 4“
zefiherten Eigen] haften gefprochen. .
®) Man wird alfo (mit Vertmann Bem. 5, b, « zu $ 459 und Crome a. a. D., über“
einftimmend au ROES. Bd. 52 S. 2, Kfpr. d. OLG. Bd. 8 S. 65, ROGE. Recht
1904 S. 602, Seuff. Arch. Bd. 58 S.5 ff, Sur. Wichr. 1905 S, 120, Necdht 1905
S, 602, D. Iur.8. 1906 S. 599; abmweidhend anfcheinend ur. Wichr. 1905
SS. 389) ® den zugefidherten Eigenfdhaften der Kauffache nicht bloß vbY-
fifdhe Merkmale diefer zu rechnen haben, fondern auch Zufieherungen
anderer die Sache eteelfehbex Verhältniffe, die geeignet jind, der Kauf
lade einen beftimmten Wert beizulegen (jog. wertbildende Saktoren)
und dadurch auf den Entfchluß des Käufer3 einzuwirken, fie zu dem feftge“
jebten Vreije zu erftehen, wie z. 53. über das MietZerträgni8 des ver”
fauften HaufeS (bal. hiezu ROSE, Kecht 1906 S. 295, 1907 Nr. 3476, aber
au DL®, Frankfurt, Recht 1908 Nr. 484, f. ferner ur. Wichr. 1908 S. 549
megen Zuficherung eine8 heftimmten UHR SREELOOS, auch Sur.
Wir. 1903 Beil. 113), die Umfaßverhältnifjfe der verkauften Wirt-
IOaft oder eines fonitigen Gewerbebetrieb (val. hiezu ROT. Bd. 63
S. 57 und 61, Zur. Dicht. 1906 S. 305 ff., ©. Yur.3. 1906 S. 599, Recht 1907
Mr. 3287, Warneyer Erg.-Bd. 1909 Nr. 383 [Ausflugsgafthof], auch fächt. Arch-
1908 S. 560, Yecht 1909 Ir, 2100) 20. Wegen Rentabilität eine8 herzu“
itellenden WerkeS al8 zugeficherte Eigenf{haft val. ferner NOS, Sruchot,
DBeitr. Bd. 51 S. 942 und oben Bem. IV, 1, 1; wegen U
eines © rundftiücds aber vgl. YDLG. Dresden, jäch|. Arch. 1906 S. 78 ff,
NROS,, Iur. Wichr. 1902 Beil. 270, 1908 S. 549, ROEC. Bd. 59 S. 240, Bd. 61
S. 84; wegen Bierabfaßes val. ROS., Recht 1907 Nr. 1631; wegen eines
(eerftebenden unbvermieteten RaumeS val. ROSE. vom 2. November 1907,
AWarneyer 7. Bd. 1908 S. 27, |. aber auch Bem. IM, 1, b oben und Bem. IV, 1, 1.
Vorausgelebt wird aber, daß die VMerhältniffe, wie z. B._ ein beftimmtes
Mietserträgnis, auch wirklich zum Gegenftande der Kate tcreDunGEn
gemacht murden, daß Der Verkäufer in der Beziehung beftimmte en
machte und daß der Rüänufer, wenn auch nur ftillichweigend, feinen Willen
dahin zu erkennen gab, daß er darauf für den Vertragsabichluß überhaupt
oder doch für die Bemeflung des Kaufpreifes Gemicdht lege; val. RKOE.
Bd. 54 S. 222, KYur. Wichr. 1903 Beil. Nr. 13 S. 113 und RGE in
D. Yur.3. 1903 S. 501 und Kipr. d. DLSG. Frankfurt) Bd. I S. 1 und 2.
Auch die Göhe der Br EU fan als Cigenfchaft eine?
Ürundfläte gelten, val. hierüber NGE. Bd. 54 S. 222 und Nıpr. d. OLG.
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