Object : Die Arbeiterfrage

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Std.

32

30,—

Feilenhauer ­


13

Denke  hauptsächlich  ans  tägliche  Brot,
an  die  Zukunft  meiner  Kinder,  an  politische, ­
  gewerkschaftliche  Freidenker
und  Konsumgenossenschaften.  Oft
denke  ich  überhaupt  nicht  mehr.  (3.  t.)
[M.  S.]

33

25,—

Metallformer ­


10

Ja,  ich  denke.  Denke  zuweilen  mehr,
als  die  zur  Arbeit  erforderliche  Aufmerksamkeit ­
  es  mir  gestatte.  Ein  gar
zu  dreister  Gedankenflug  zu  Frau  und
Kind,  ein  für  einige  Augenblicke  allzu
tiefes  Nachsinnen,  eine  Schraube,  ein
Stift,  ein  Modell  ist  nicht  gelöst.  Materieller ­
  Schaden  ist  die  Folge  solcher
Gedankenausflüge.  (2.)  [M.  S.]

34

2

26,—

Werkzeug ­
 ­


9 1 /«

Sobald  mir  ein  wichtiger  Moment  einfällt ­
  der  mir  sowie  ändere  gute  Dienste
leistet  so  vertief  ich  mich  nein  und
schreibe  mir  die  Merkmale  auf.  (3.  t.)
[M.S.]

35

21,—

Schlosser ­


10

Ich  denke  immer  meine  Arbeit  so  gut
wie  möglich  zu  machen  und  denke
immer,  wenn  doch  erst  man  Feierabend ­
  wär.  (4.  t.]  [M.  O.]

36

2

28,—

Metallarbeiter ­


9 1 /*

Bei  Akkordarbeit  denke  ich  über  den
Sozialismus  und  dessen  Ziele  nach,
um  durch  die  geistestötende  Teilarbeit
nicht  ganz  verrückt  zu  werden.  (3.)
[M.S.J

126

BQ

Std.

37

3

34,-Metall

 ­


9

38

1

30,—

Schlosser ­


9'/i

39

—

43,-Dreher



9

40

2

30,—

Schlosser ­


10

41

5

21,—

Metallarbeiter ­


9 1 /s

42

—

28,—

Scherenschleifer ­


10

Es  ist  mir  unmöglich,  zudenken.  (4.  t.)
[M.B.]
Zum  Denken  ist  die  Arbeit  „immer
dieselbe“  gut  geeignet.  Ich  denke  an
alles  mögliche:  Lohn,  Familie,  an
meine  verstorbene  Mutter,  die  mir
nicht  meinen  Vater  genannt  hat,  ich
grübele  nach,  was  mein  Arbeitgeber
an  den  Kugellagern  verdienen  wird,
warum  mein  Schraubstocknachbar
sich  gerade  eine  Kellnerin  zur  Braut
gewählt  hat,  und  wie  töricht  doch
schließlich  das  ganze  Getriebe  hier  um
mich  herum  ist  und  doch  nicht  anders
sein  kann,  als  es  ist.  (2.)  [M.  S.]
Das  Liebste  ist  mir,  daß  ich  immer
solche  Arbeit  habe,  die  mein  ganzes
Denken  in  Anspruch  nimmt,  denn  ich
bin  vom  vielen  Grübeln  so  nervös,
daß  ich  oft  die  Tränen  nicht  unterdrücken ­
  kann.  (2.)  [M.B.]
Sehr  viele  zerstreute  Gedanken  durchschwirren ­
  mein  Gehirn,  und  zwar  mit
Musik  und  Tanz.  (3.)  [M.  S.]
Wie  ich  am  besten  durchkomme  mit
Familie.  (4.)  [M.  O.]
Baue  mir  phantastische  Luftschlösser,
denke  an  Treu  und  Glauben  und  an
den  Tod.  (3.)  [M.S.]

127
            
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