alter des Zusammenschlusses. Bisher wurde der Wett-
bewerb als das wirksamste Mittel für sozialen Fort-
schritt angesehen. Aber der Grundsatz des Wett-
bewerbs ist Rivalität und Kampf. Er wird geführt nach
dem Prinzip ‚Wechsel, verwechsel das Bäumchen‘, das
vielleicht in den Frühzeiten der Zivilisation ganz an-
gebracht gewesen sein mag, der Zivilisation in ihrem
Höhepunkt aber unwürdig ist. Er ist kostspielig, denn
er erfordert viele Gesellschaften und Werke, um die
Arbeit zu leisten, die viel wirtschaftlicher von einer
einzigen Gesellschaft, einem einzigen Werk geleistet
werden könnte.”
Was hier „Zusammenschluß‘ genannt wurde, das
heißt Zusammenarbeit, existierte als Theorie in Eng-
land schon lange, bevor es in Amerika in der Form
der Trusts in die Wirklichkeit umgesetzt wurde. In
den Vereinigten Staaten hinkte die Theorie des Zu-
sammenschlusses weit hinter seiner praktischen Ver-
wirklichung her, und dasselbe gilt von den ethischen
und politischen Ideen, Regeln und Praktiken dieser
industriellen Transformation. Der Zusammenschluß
hat erst wahrhaft große Geschäfte möglich gemacht.
Der Mann aber, der am allerbesten instinktiv die Dyna-
mik dieses Fortschrittes vom Wettbewerb zum Zu-
sammenschluß beherrschte, war J. P. Morgan.
Dabei darf nicht vergessen werden, daß etwa seit
den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts noch
irgendeine tieferliegende Ursache, vielleicht die Na-
tur selbst, stetig auf die Konzentration des Kapitals
und auf die Vereinigung selbständiger industrieller
Unternehmungen hingewirkt hat. Diese mächtige und
unwiderstehliche Kraft aber bediente sich mächtiger
und unwiderstehlicher Persönlichkeiten als Werk-
zeuge: Carnegie, Frick, Rockefeller, Hill, Huntington,
Harriman, die Goulds und Vanderbilts — viele andere
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