Full text : Wohlfahrtzentrale der Stadt Barmen

Gerichte  veranftaltet.  Bei  der  Ausftellung  für  Kriegswohlfahrtspflege  im
Dezember  1916  war  der  Wuppertaler  Hausfrauenbund  mit  einer  Sonderausftellung
  vertreten,  einer  Ausftellung  von  wildwachfenden  Pflanzen
und  den  daraus  hergejtellten  Gemüfen.  Vorträge  über  Pilze  ufw.  förderten
die  Kenntnis  hier  wenig  bekannter  Nahrungsmittel.
Kriegsabende.
Diefe  Jollen  immer  wieder  hinweifen  auf  das  eine  grofce  Ziel:  den
Deutfcßen  Frieden.  Immer  ftärker  erhält  die  Aufklärungsarbeit  ihr  Gepräge
durch  den  Siegeswillen,  der  alles  zu  tragen  und  alles  zu  leiften  bereit  ift.
Klare  Erkenntnis  der  unbedingten  Notwendigkeit  des  einen  Zieles  mufi
allen  den  Mut  und  die  Kraft  ftärken,  allen  von  der  La|t  der  Zeit  Bedrückten
ein  „Kopf  oben“!  zurufen,  —  nicht  zuletzt  denen,  die  in  harter  Arbeit
unferm  Heer  die  Waffen  fchmieden.  So  wendet  fich  ein  wefentlicher  Teil
der  Aufklärungsarbeit  feit  Aufnahme  des  Hindenburgprogramms  an  die
Munitionsarbeiterinnen.
Ein  Ueberblick  über  das  gefamte  Gebiet  der  Werbe-  und  Aufklärunsgarbeit
  muf?  zunächft  die
Vorträge
berückfichtigen.  Aus  der  zeitlichen  Folge  derfelben  und  den  behandelnden
Gegenftänden  ergeben  |ich  von  felbft  Rückfchlüffe  auf  Umfang  und  Mannigfaltigkeit ­
  der  hier  geleifteten  Arbeit.
Die  allgemeinen  Familienabende  wurden  feit  September  1916  vom
Nationalen  Frauendienft,  fpäter  von  denselben,  gemeinfam  mit  dem  Jugendpflegeausfchuf?
  der  Wohlfahrtzentrale,  als  Unterhaltungsabende  für  Munitionsarbeiterinnen ­
  veranftaltet.  Bei  den  Familienabenden  ift  der  Grundfat?,  die  Kinder
nicht  auszufchlieflen  und  dadurch  die  Mütter  zur  Teilnahme  zu  gewinnen.  Es
helfet  dann  allerdings  immer,  den  Bedürfniffen  der  Erwachfenen  fowohl,  wie
der  Kinder  Rechnung  zu  tragen  und  die  Eltern  durch  die  Freude  der  Kinder
an  Gefängen  und  fonftigen  Darbietungen  zu  feffeln,  während  die  Kinder
dann  ihrerfeits  bei  den  Vorträgen,  die  den  Kern  des  Abends  bilden,  zurücktreten ­
  müffen.  Die  Familienabende  wechfeln  mit  Mütterabenden,  zu  denen
ausfchliefslich  die  Mütter  herangezogen  werden.  —  Die  erwerbstätige  weibliche ­
  Jugend  endlich,  vor  allem  die  in  der  Kriegsinduftrie  befchäftigte,  wird
zu  befonderen  Veranftaltungen  durch  Karten,  welche  den  Betrieben  durdi
Helferinnen  des  Nationalen  Frauendienftes  perfönlich  übergeben  werden,
eingeladen.  Diefe  Abende  erfreuen  fleh  eines  ganz  befonders  regen  Befuches,
  fodaf?  felbft  der  grofle  Saal  der  Stadthalle  (ich  gelegentlich  als  zu
            
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