Metadata: Neueste Zeit (Abt. 3)

Fortschritte des politischen Denkens. 517 
Geschlechtes, der jugendliche Geibel, in seinen besten Stunden 
der Welt, die er bereits schärfer, realistischer, ein Mann von 
Herz, von Glauben, von Treue, erschaute: 
Bei Gott, ich zähle nicht zu den Verwegnen, 
Die um ein Nichts ein schwer Verhängnis fodern; 
Doch besser als am innern Krebs vermodern 
Deucht mir's, dem Feind auf blut'gem Feld begegnen . 
Krieg! Krieg! Gebt einen Krieg uns für den Hader, 
Der uns das Mark versenget im Gebein — 
Deutschland ist todkrank, schlagt ihm eine Ader! 
Und von der festen Warte seines Glaubens, der sich ihm 
in der Vision des Nibelungenenkels offenbarte, ließ er es 
hinabschallen in die deutsche Welt: 
Wacht auf! Ruft euch die Stimme 
Des Wächters von der hohen Zinne, 
Wach' auf, du weites deutsches Land! 
Die ihr an der Donau hauset 
Und wo der Rhein durch Felsen braufet 
Und wo sich türmt der Düne Sand! 
Habt Wacht am Heimatsherd, 
In treuer Hand das Schwert 
Jede Stunde! 
Zu scharfem Streit 
Macht euch bereit! 
Der Tag des Kampfes ist nicht weit.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.