Object : Die Schweiz

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fläche,  mit  dem  einheimischen  Namen  als  „  plateau
8ui8S6"bezeichnet,  liegt  durchweg  einige  hundert  Meter ­
  höher  als  die  Talsohlen  des  ostschweizerischen,  von
steiler  geböschten  Höhenzügen  gegurrten  Mittellandes. ­
  Die  Saane  durchfließt  das  Molasseland  mit
zahlreichen  Schlingen  in  tief  eingeschnittenem,
schluchtartigem  Waldtal,  an  dem  die  Plateaufläche
mit  Sandsteinwänden  jäh  abbricht.  Ein  ganz  ähnliches ­
  Bild,  wenn  auch  ohne  die  weit  ausholenden
Schlingen,  zeigt  der  Lauf  der  Sense,  und  selbst
die  kleinern  Seitenbäche  der  Saane  und  Sense  streben
in  schwer  zugänglichen  Waldschluchten  dem  Hauptfluß ­
  zu.  Die  von  hohen  Steilwänden  umschlossenen
Talrinnen  hemmen  den  Verkehr,  vorab  in  der  Wcstostrichtung;
  hier  stockte  die  hin  und  her  flutende  G«,,»>>»-Bewegung
  der  Landesbewohner  zu  beiden  Seiten  b f e6 f^ e ‘
der  Saanelinie.  In  dieser  verkehrsfeindlichen  Grenzzone ­
  verläuft  denn  heute  auch  die  Sprachgrenze^
Dem  neuzeitlichen  Verkehr  genügen  die  tief  unten
liegenden  Übergänge  mit  den  mühsam  die  Höhe  erklimmenden ­
  Wegen  nicht  mehr;  er  zieht  auf  einigen
kühn  gebauten  Hochbrücken  über  das  Hindernis
hinweg.
Auf  dem  Sandsteinkopf  einer  Saaneschlinge  er-  s«id»cg
hebt  sich,  in  ähnlicher  Lage  wie  Bern,  die  Hauptstadt ­
  Freiburg,  20300  Einwohner.  Die  altersgrauen ­
  Häusermassen,  aus  welchen  mittelalterliche
Festungsmauern  und  -türine  sich  abheben,  steigen
vom  Saaneufer  neben  schroff  abbrechenden  Felswänden ­
  an  steilen  und  engen  Gassen  zu  den  Stadtteilen ­
  des  Plateaus  hinauf,  über  die  der  stumpfe
Turm  des  Münsters  hinausragt.  Uber  die  Saaneschlucht
  gespannte  Drahtseile  tragen  die  berühmten ­
  Hängebrücken;  die  Bahnlinie  Bern-Lausanne
quert  das  Tal  auf  der  mächtigen  Grandfey-Brücke
im  Norden  der  Stadt.  Freiburg  besitzt  eine  katholische
Universität.
            
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