Full text : Die Schweiz

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Absatzgebiet!

Solothurn,  Baselland,  und  reicht  bis  zur  Stadt
Schaffhausen.  In  Genf  hat  sich  die  althergebrachte
Verbindung  der  Goldschmiedekunst  mit  der  Uhrenfabrikation ­
  bis  heute  erhalten.  Hier  entstehen  fast
ausschließlich  goldene  Uhren,  zum  Teil  reich  gravierte ­
  und  edelsteingeschmückte  Prunkstücke.  Die
Genfer  Uhren  genießen  infolge  der  sorgfältigen  Arbeit ­
  als  Präzisionswerke  einen  Weltruf.  Chaux-de-Fonds,
  der  Mittelpunkt  des  Neuenburger  Industriebezirkes,
  bringt  neben  den  goldenen  Uhren  und
den  auf  größte  Genauigkeit  gearbeiteten  Schiffs-Chronometern
  auch  billige  Ware  auf  den  Markt.
Die  Fabriken  der  Berner  Juratäler  endlich  fertigen
in  Massen  die  für  kleine  Ansprüche  berechnete  Uhr
in  einfacher  Metallschale  an.  Zahlreiche  Fabriken
an  verschiedenen  Orten  des  jurassischen  Industriegebietes ­
  befassen  sich  mit  der  Herstellung  der  für  die
Uhrenmacherei  notwendigen  Werkzeuge  und  Maschinen. ­

Die  Uhrenindustrie  ist  hauptsächlich  auf  den
Absatz  ins  Ausland  angewiesen.  In  allen  Weltteilen ­
  sind  Schweizer  Geschäftsleute  bemüht,  für
die  Uhren  neue  Absatzgebiete  zu  finden  und  die  alten
zu  sichern.  Was  von  den  Fabrikaten  in  der  Schweiz
bleibt,  wird  auf  rund  8  Will.  Fr.  veranschlagt;
in  dieser  Zahl  sind  die  Uhren  inbegriffen,  die  vom
fremden  Reisepublikum  während  des  Aufenthaltes
in  unserem  Lande  gekauft  werden.  Der  Export  belief
sich  im  Jahre  1909  auf  die  Summe  von  126
Mill.  Fr.l)  In  den  Jahren  1906  und  1907  stieg  er
ausnahmsweise  auf  150  Mill.  Fr.  La  Chaux^de-Fonds
  allein  ist  mit  3 /s  an  der  Gesamtsumme
beteiligt.  Die  bedeutendsten  Abnehmer  sind  Deutschland, ­
  England,  Österreich,  Rußland,  Italien  und
Ostasien.  Bereits  beginnt  aber  in  diesem  letzten
Gebiet  die  Konkurrenz  der  japanischen  Industrie
fühlbar  zu  werden.  Die  Vereinigten  Staaten,  die
')  1910:  147  Mill.  Fr.
            
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