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Die deutsche Hausindustrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Hausindustrie

Monograph

Identifikator:
1003351123
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16006
Document type:
Monograph
Author:
Koch, Heinrich
Title:
Die deutsche Hausindustrie
Edition:
Zweite, bedeutend erweiterte Auflage
Place of publication:
M. Gladbach
Publisher:
Volksvereins-Verlag GmbH.
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (294 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Achtes Kapitel. Hilfe von aussenstehenden Kreisen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Hausindustrie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Begriff und Einteilung der Hausindustrie
  • Zweites Kapitel. Die Entstehung der Hausindustrie
  • Drittes Kapitel. Umfang der Hausindustrie in Deutschland
  • Viertes Kapitel. Wirtschaftliche und soziale Zustände in er Hausindustrie
  • Fünftes Kapitel. Volkswirtschaftliche und soziale Bedeutung der Hausindustrie
  • Sechstes Kapitel. Staatshilfe
  • Siebtes Kapitel. Selbsthilfe
  • Achtes Kapitel. Hilfe von aussenstehenden Kreisen
  • Index

Full text

236 
VIII. Kap.: Hilfe von außenftehenden Kreifen 
der Lage hauptsächlich den Handelsangefteilten, in geringerm Maße nur 
den im Herftellungsprozeß weit zurückliegenden Heimarbeitern zu fallen. 
Die Hauptkraft der Käuferbünde fcheint in der Erziehung des kaufenden 
Publikums zur Konfumentenmoralzu liegen. Hier find eher größere 
Erfolge zu erhoffen. Freilich wird es fchwer halten, das weithin die Käufer 
welt beherrfchende Prinzip, immer nur das Billigfte zu kaufen, durch foziale 
Rückfichten zu überwinden. Das Billige ift meiftens von geringer Qualität, 
und geringe Qualität der Ware liegt weder im Intereffe des Käufers noch 
des Herftellers. Der auffällige Zufammenhang von geringer Qualität und 
Schlechter Entlohnung der Herftellung, namentlich in der Heimarbeit, ift 
bekannt und ift namentlich in der Bekleidungsindustrie deutlich nachweisbar. 
Mit Bezug auf diefe fagt daher Friedrich Naumann: 1 ) „Der Hintergrund 
des jetzigen Modefyftems (fich mit billiger und geringwertiger Ware zu be 
gnügen), ift die Not der Heimarbeiterinnen. Und wenn auch zugeftanden werden 
muß, daß es keine Möglichkeit gibt, fchnell von diefem Syftem zu einem 
andern überzugehen, fo ift es doch Pflicht aller denkenden Frauen, nicht 
ihre Kleidungsausgabe an fich zu verringern, aber in der Veran’agung den 
geringen Alltagskram möglichft zu vermeiden, um damit den allgemeinen 
Zwang zu mindern, den eine falfche Methode heute den Frauen aller Schichten 
auferiegt, und der den Kaufmann, den Unternehmer und vor allem die Ar 
beiter und Arbeiterinnen herabdrückt.“ Diefe Mahnung gilt vor allem den wenig 
wohlhabenden Leuten, die mit dem Pfennig zu rechnen haben. Aber auch bei 
ihnen dürfte die Erkenntnis allmählich durchdringen, dafz fie beim Verlaffen 
des bisherigen Syftems felbft den größten Gewinn haben. 
Ein wichtiges Kapitel der Konfumentenmoral handelt vom pünktlichen 
Bezah'en der Rechnungen, vom frühzeitigen Einkäufen und rechtzeitigen 
Beftellen. Dafz die entgegenftehenden Gewohnheiten vielfach fchuld find an 
fchlechter Entlohnung und übermäßiger Ermüdung und Abhetzung der Heim 
arbeiter, wird nicht bedacht. Nur Gedankenlofigkeit in der Käuferwelt, nicht 
fchlechter Wille, ift dafür haftbar zu machen. Denn man findet diefe Ge 
wohnheit ebenfo feft eingewurzelt bei den Konfumenten der untern Stände, 
die den Heimarbeitern fözial naheftehen, als bei den Männern und Frauen 
der gefellfchaftlichen Oberfchicht, deren Wohltätigkeitsdrang fich nach andern 
Richtungen nicht zu erfchöpfen weiß. Gedankenlofigkeit aber kann nur durch 
beftändige eindringliche Aufklärung bekämpft werden. Und das ift die Arbeit 
des Käuferbundes. 
‘) Neudeutfche Wirtfchaftspolitik, Berlin 1906, ! 10.
	        

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Die Deutsche Hausindustrie. Volksvereins-Verlag GmbH., 1913.
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