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Bolschewismus, Fascismus und Demokratie

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Bibliographic data

fullscreen: Bolschewismus, Fascismus und Demokratie

Monograph

Identifikator:
1005178828
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18208
Document type:
Monograph
Author:
Altenrath, Johannes http://d-nb.info/gnd/1023399458
Title:
Die Fabriksparkasse
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Carl Heymanns Verlag
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 96 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
VI. Bestimmungen für Spareinrichtungen, Satzungen und Flugblätter
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Bolschewismus, Fascismus und Demokratie
  • Title page
  • I. Die Krisis der Freiheit nach dem Weltkrieg
  • II. Die Folgen von Krieg und Frieden
  • III. Die Lehren der Freiheit und die freien Verfassungen im 19. Jahrhundert
  • IV. Der Nationalismus als Verleugnung der Freiheit und der Demokratie
  • V. Die Krisis der liberalen Parteien und ihre Ursachen. Die Wirkung des Sozialismus in den freien Verfassungen
  • VI. Der Nationalismus als Verleugnung der Freiheit und der Demokratie
  • VII. Die Reaktion in Europa und das Diktatur-Fieber der Mittelmeerstaaten
  • VIII. Die neue Form der Reaktion: der Fascismus
  • IX. Der Fascismus als weißer Bolschewismus und eine Gefahr für den Frieden
  • X. Freiheit, Reaktion und Sozialismus als historische Phänomene
  • XI. Die Übertreibungen über den Bolschewismus. Die Ausschreitungen des europäischen Kapitalismus außerhalb Europas. Der Kultus der Gewalt
  • XII. Bolschewismus und Fascismus als gleichartige Phänomene. Die Kritik am Wirken der Parlamente. Unmöglichkeit einer dauernden absoluten Verfassung in der heutiigen Gesellschaft
  • XIII. Die Entwicklung der Mittelschichten und der Widerstand gegen die extremen Tendenzen
  • XIV. Notwendigkeit einer Revision der parlamentarischen Funktion und Arbeiterpolitik
  • XV. Der Verfall Europas als Folge der Neigung zur Gewaltätigkeit und des Mangels an Frieden und Freiheit. Die unausbleibliche Rückkehr zu den liberalen Verfassungen
  • Contents

Full text

menschliche Gemeinschaft viel nützlicher sei, alle Menschen nach eigenem 
Willen denken, leben und handeln zu lassen, als sie zu zwingen, näch frem- 
dem Willen zu leben und zu handeln. Die Gewissensfreiheit, die Berufs-, 
Vereins-, Lehr- und Pressefreiheit waren für uns keinem Zweifel ausgesetzt. 
Wir glaubten alle, kein menschlicher Fortschritt sei denkbar ohne die Siche- 
rung der Freiheit. Keine, auch die gesetzlichste politische Macht hatte in 
unseren Augen das Recht, die Minderheiten zu erdrücken. 
Die Nationalökonomen betrachteten die wirtschaftliche Freiheit, welche 
die Verteilung der Arbeit unter Individuen und Staaten bestimmte, als Grund- 
lage der internationalen Beziehungen. Nicht nur Gelehrte und Politiker in 
ihren besten Vertretern, auch Parlamente und Presse erkannten, daß nach so 
vielem Ringen der Menschheit die Freiheit die äußere und innere Richtlinie 
der Nationen sein müsse. 
Jetzt ist es Sitte, die Freiheit zu lästern. In meiner Jugendzeit erstrebten 
selbst die Politiker, die einer reaktionären Gesinnung beschuldigt waren, den 
Beweis, daß zeitweilige Einschränkungen nur als Mittel für die Sicherstellung 
der Freiheit anzusehen seien. Ich erinnere mich noch einer Unterredung mit 
dem schon sehr bejahrten Crispi zur Zeit seiner größten Macht. Ich hatte 
ihn der Verleugnung seiner Vergangenheit und reaktionärer Handlungen be- 
schuldigt gehabt. Meine Artikel hatten ihn sehr schmerzlich getroffen, und 
er verlangte mich sogleich zu sehen. Ich traf ihn in einem Zustand wirklicher 
Aufregung. Er sprach wie Clemenceau in abgerissenen Sätzen, in prägnanten 
Ausdrücken oft rauher, aber äußerst wirksamer Art. Unter allen europäischen 
Politikern, die ich gekannt habe, sind sich wenige so ähnlich wie Crispi und 
Clemenceau : dieselbe Art von übersteigertem Patriotismus, gleiches Miß- 
trauen und Abneigung gegen Feinde, dieselbe Unfähigkeit zu vergessen, und 
eine in die gleichen Worte gekleidete individualistische Einstellung. „Sie 
haben mich beschuldigt, die Freiheit verletzt zu haben. Sie sind jung, können 
Vieles noch nicht wissen. Sie kennen gewiß nicht mein Leben, welches ganz 
der Freiheit geweiht war. Ich möchte lieber Italien arm sehen als reich und 
in Knechtschaft. Keine Größe ohne Freiheit. Ich will die Größe Italiens, aber 
vor allem die Freiheit Italiens.‘ Das waren seine Worte. 
Erregt erklärte er mir den Sinn seiner Maßnahmen, die ein notwendiges 
Provisorium seien. Ich war nicht ganz überzeugt, aber vor dem Schmerz des 
Greises, der trotz vieler Fehler sein ganzes Leben feurig für Vaterland und 
Freiheit gewirkt hatte, schämte ich mich meiner jugendlichen Keckheit und 
gab ihm gerne zu, daß ich übertrieben und mich vielleicht getäuscht, aber 
nie an seiner Gesinnung gezweifelt hatte. 
I8
	        

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Bolschewismus, Fascismus Und Demokratie. Hanfstaengl, 1926.
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