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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
100624364X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33077
Document type:
Monograph
Author:
Merckel, Curt http://d-nb.info/gnd/1024684814
Title:
Der Weltverkehr und seine Mittel
Edition:
Zehnte, durch einen Nachtrag ergänzte Auflage, Sonderausgabe aus dem Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Otto Spamer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (X, 981 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Weltwirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

874 
Die Weltwirtschaft. 
wirtschaftlicher, teils gewerblicher Natur, so daß unter den Hörigen eine gewisse gewerbliche 
Spezialisierung sich herausbildet, die ebenso wie die betreffende Abgabe mit dem Besitze 
der einzelnen Landstelle erblich verbunden ist. Im Gegensatz zu dem römischen Lati 
fundium, das den Bauer durch seine Sklavenherden ersetzte, finden wir somit in der 
mittelalterlich-germanischen Fronhofverfassung zwar einen in sich selbst geschlossenen, wohl- 
geglieverten Organismus, doch ist die Verwendung unfreien Gesindes auf das Not 
wendigste beschränkt und dem einzelnen Hörigen die Führung einer eigenen Landwirtschaft 
für seine engere Familie und damit eine gewisse persönliche Unabhängigkeit gesichert. 
Es entstehen innerhalb der geschlossenen Hauswirtschaft des Fronhofes eine Art kleiner 
Sonderwirtschaften. 
Soweit aber auch die geschlossene Hauswirtschaft durch Angliederung fremder 
Arbeiter vervollkommnet werden mag, eine für alle Zeiten ausreichende Befriedigung der 
sich entwickelnden Bedürfnisse ist durch sie nicht zu erzielen. Es bleiben Lücken in der 
Deckung des Bedarfes, anderseits bleiben Überschüsse unverbraucht, bereitstehende Arbeits 
kräfte unverwendet. Zu dem herkömmlichen Leihen und Aushelfen gesellen sich daher 
bald wirkliche Tauschvorgänge zwischen den einzelnen Hauswirtschaften. Sie be 
schränken sich zunächst auf Dinge, die nicht überall vorkommen, wie Salz, Eisen, Metalle. 
In ähnlicher Weise werden aber allmählich auch andere Überschüsse, die sich im Wirt 
schaftsbetriebe ergeben, durch Tausch nutzbar gemacht, und hiervon ist nur noch ein kleiner 
Schritt zur absichtlichen Hervorbringung landwirtschaftlicher oder gewerblicher Erzeugnisse 
über den eigenen Bedarf hinaus. Dieser Schritt vollzog sich um so leichter, als die Er 
zeugung solcher Überschüsse zu dem Zwecke, sie auf den Märkten gegen die Erzeugnisse 
anderer Gegenden oder Stämme auszutauschen, längst hergebracht war. Neben den 
Tanschverkehr mit der Fremde tritt auf diese Weise allmählich ein Tauschverkehr der 
benachbarten Hauswirtschaften untereinander. Charakteristisch für die ge 
schlossene Hauswirtschaft aber bleibt es, daß trotz dieses Eindringens des Tauschverkehrs 
für die Wirtschaftsführung in erster Linie der eigene Bedarf des Hauses richtunggebend 
ist, nicht wie heute der Bedarf des Marktes, das ist der anderen. Der Tausch bleibt trotz 
der gesteigerten Ausdehnung, in der er mit der Zeit auftritt, eine Ausnahme, etwas 
der ganzen Wirtschaftsorganisation Wesensfremdes, dessen Eindringen sie möglichst lange 
widerstrebt, und von dem sie schließlich auch zerstört wird. In ihrer anfänglich reinen 
Form kennt die geschlossene Hauswirtschaft nur die Produktion für den eigenen Verbrauch, 
und wo diese zur Bedarfsdeckung nicht ausreicht, den Eintausch aus der Fremde, Ge 
schenke und Gegengeschenke, Leihen von Gebrauchsgegenständen und Raub. 
Gegenüber der vorangegangenen Entwickelungsstufe des Wirtschaftslebens ist die 
Organisation der Produktion und Konsumtion eine andere geworden. Ihre 
Grundlage bildet nicht mehr die wirtschaftliche Selbständigkeit des Individuums, sondern 
die der Familie, des Hauses, das ist einer größeren oder kleineren Gruppe von Personen, 
die durch persönliche Herrschafts- und Abhängigkeitsverhältuisse verschiedenster Art zu 
einer wirtschaftlichen Einheit zusammengefaßt sind. Die Struktur des Verkehrs 
lebens ist dieselbe geblieben. Sie erleidet erst Veränderungen, wenn die geschlossene 
Hauswirtschaft selbst durchlöchert und zersprengt zu werden beginnt. 
Unserer heutigen, gerade durch die Entwickelung des Verkehrs charakterisierten 
Wirtschaftsverfassung gegenüber zeichnet sie sich durch das vollständige Fehlen der meisten 
für uns maßgebenden wirtschaftlichen Begriffe und Erscheinungen aus. Für viele dieser 
Begriffe fehlen den alten Sprachen sogar die unterscheidenden Ausdrücke. Es gibt, wie 
Bücher treffend sagt, in der Periode der geschlossenen Hauswirtschaft keine volkswirt 
schaftliche Arbeitsteilung, und darum keine Berufsstände, keine Unternehmungen, kein 
Kapital im Sinne eines zu Erwerbszwecken dienenden Gütervorrates; es gibt keine 
Waren, keinen Preis, keinen Güterumlauf, keine Einkommensverteilung, demgemäß keine 
Arbeitslöhne, keinen Unternehmergewinn, keine Zinsen als besondere Einkommensarten. 
Nur die Grundrente beginnt sich bereits abzuscheiden in Form der Zinse und Fronden, 
die der Kolone oder hörige Bauer dem Grundherrn leistet.
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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