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Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
1006296646
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-19592
Document type:
Monograph
Author:
Somary, Felix http://d-nb.info/gnd/119189518
Title:
Bankpolitik
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Verlag von J.C.B. Mohr (Paul Siebeck)
Year of publication:
1915
Scope:
1 Online-Ressource (XI, 289 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Der Geldmarkt
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

322 
Eisenbahnen. 
ähnliche Fangeinrichtungen, desgleichen besondere Postzüge. Aus letzteren sind die seit 
dem Jahre 1899 mit beschleunigter Fahrt zwischen New Jork und San Francisco ver 
kehrenden Überlandzüge hervorzuheben. Sie durcheilen die rund 5500 km lange Riesen 
strecke in nur 98 bis 100 Stunden, wobei sie aus der 2800 km langen Gebirgsstrecke 
Omaha-Sacramento vier Wasserscheiden zu ersteigen haben und zwar die Felseugebirge 
in 2518 in Höhe, die Wahsatchberge in 2388 m, die Humboldtberge in 1875 m und 
die Sierra Nevada in 2140 m. Besonders lange, steile Rampen, die nach S. 106 bis 
22 °/ 00 vorkommen, werden mit zwei, selbst drei Lokomotiven genommen. Die Höchst 
geschwindigkeit beträgt stellenweise 125 km in der Stunde, soll aber auf kürzeren 
Strecken wiederholt noch erheblich 
größer gewesen sein. Die heutigen 
Bahnpostwagen kamen in Amerika 
1862 auf; bis dahin waren die 
Postsachen in einem Abteil der Ge 
päckwagen befördert worden. Mit 
dem Anschwellen des Briefverkehrs 
wuchsen die Schwierigkeiten des Sor 
tierens der Postsachen während der 
Fahrt. Eigene Wagen wurden nötig. 
In Deutschland wurde die Bahnpost bereits vor 50 Jahren 
eingeführt und zwar am 1. Mai 1849 in Preußen. Sie war 
allerdings noch etwas eigentümlicher Art; denn die Beförde 
rung der Postsachen erfolgte in den gewöhnlichen Postkarren, 
die zu dem Zweck auf dazu besonders hergerichtete Eisenbahn 
wagen verladen und auf ihnen versandt wurden. Nach weni 
gen Jahren zwangen auch hier die Verhältnisse die dem Eisen 
bahnwesen anfangs sehr kühl und ablehnend gegenüberstehende 
Postverwaltung zu einer durchgreifenden Änderung. Besondere 
Bahnpostwagen wurden in die Züge gestellt, um die auf den 
einzelnen Stationen die Postsendungen aufnehmen und abgeben 
sowie während der Zugfahrt sie für die einzelnen Bestimmungs 
orte sichten zu können. Auch diese Bahnpostwagen haben im 
Laufe der Jahre eine Wandlung zum Besseren durchgemacht, 
sowohl was Raum und Gangart, als auch innere Einrichtung 
und Beleuchtung (S. 253) betrifft. Jetzt laufen in Deutsch 
land über 2000 besondere Postwagen in den 
d- Zügen, von denen auf Preußen 1600 ent- 
fallen. Außerdem sind zahlreiche Gepäckwagen 
PP auch für Postzwecke eingerichtet. Nicht weniger 
als 5800 Beamte sind allein im norddeutschen 
Bahnpostdienst thätig. 
Eine andere für die Reisegeschwindigkeit 
wichtige Einrichtung ist das Wassernehmen während der Fahrt. Das Durchfahren 
langer Strecken ist durch den Wasservorrat begrenzt, den die Lokomotiven in dem Tender 
mitführen. Anfangs baute man diese klein, steigerte dann ihren Wasserinhalt auf 8 cbm, 
später auch 10—12 cbm, um seit den 90er Jahren auf 15, selbst 18 cbm und ver 
einzelt in Amerika noch höher hinaufzugehen. Eine Schnellzuglokomotive gebraucht vor 
dem Zuge, je nach dessen Gewicht, Geschwindigkeit und den Witterungsverhältnissen 
stündlich etwa 7—14 cbm Wasser. Ein Kilogramm Kohle verdampft 6—8 kg- Wasser. 
Die Tender fassen gewöhnlich 4000—6000 kg Kohlen (Tenderlokomotiven führen wesent 
lich kleinere Wasser- und Kohlenmengen mit sich). Man erkennt, daß die Größe des 
mitgeführten Wasservorrates in erster Linie die Fahrtlänge begrenzt. Geht er auf die 
Neige, so muß er ergänzt werden. Meistens sind die betreffenden Haltestationen zu dem 
Zwecke mit Hochbehältern ausgerüstet, in die ein Pumpwerk oder ein natürliches Gefälle 
jiMHiamm 
132. Mafferkran der preußischen Staatsbahnen.
	        

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Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
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