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Bankpolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Bankpolitik

Monograph

Identifikator:
1006296646
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-19592
Document type:
Monograph
Author:
Somary, Felix http://d-nb.info/gnd/119189518
Title:
Bankpolitik
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Verlag von J.C.B. Mohr (Paul Siebeck)
Year of publication:
1915
Scope:
1 Online-Ressource (XI, 289 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
[I.]
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Bankpolitik
  • Title page
  • Contents
  • [I.]
  • II. Der Geldmarkt
  • III. Der Kapitalmarkt
  • [IV.]
  • Index

Full text

8 
3. Das Ligenkapital der Banken. 
Infolge des Unterlassens von Rapitalerhöhungen baut sich somit: 
aus einem gleichbleibenden Aktienkapital ein immer größeres Geschäft 
auf,- bei der Bank von England sind seit ihrer letzten Rapitalerhohung 
im Jahre 1816 die Verpflichtungen von 38 aus 85.2 Millionen £ 
(23. Iuli 1914) gestiegen und der Prozentsatz des Ligenkapitals zu 
den Verpflichtungen ist von 4.8 auf 2% gesunken; bei der Bank 
von Zrankreich ist die Summe der Verpflichtungen von 1857 bis Mitte 
1914 bei gleichem Rapital von 862 auf 7288 Millionen kos. gestiegen,, 
der Anteil des Ligenkapitals von 21 auf 3.1 % gesunken. Bei der Reichs 
bank hat sich seit der letzten Rapltalserhöhung von 1904 die Summe 
der Verpflichtungen von 1823 auf 2835 Millionen Mark (23. Juli 1914)* 
erhöht, der Anteil des Ligenkapitals sank von 13 aus 8.6%. An Tagen 
starker Inanspruchnahme und in Rriegszeiten wird das Verhältnis noch 
ungünstiger. Vurch die Entwicklung eines immer größeren Geschäfts bei 
stehendem'Aktienkapital ist den Notenbanken ungeachtet der wachsenden 
Ansprüche der Staaten auch in vepressionsjahren ein starker Nutzen ge 
sichert und der in vergangenen Jahrzehnten oft und von ernster Seite 
gegen manche Bank erhobene Vorwurf der Gewinnpolitik zugunsten der 
Aktionäre und auf Rosten der Volkswirtschaft — der unter anderem 
auch zur Einführung der Notensteuer in Deutschland und Oesterreich 
und zur Entziehung des Zinsennutzens über 6% in Zrankreich Ver 
anlassung gegeben hat—ist in der Gegenwart verstummt. Die Noten 
banken brauchen nicht Vorbereitungen für Rapitalerhöhungen zu treffen, 
der Markt ihrer Aktien bewegt sich regulär, da kein neues Material hin 
zukommt und sie zahlen darum auch nicht wie die Rreditbanken eine 
gleichmäßige Dividende aus. So ergibt sich die in mancher Hinsicht merk 
würdige Erscheinung, daß die Dividenden der in mehreren Staaten als- 
mündelsicher erklärten Notenbankaktien weit stärker schwanken als jene 
der anderen Bankaktien. 
2. Das Eigenkapital der Rreditbanken. Die Aufgaben des 
Eigenkapitals treten am deutlichsten unter allen Bankgruppen bei den 
Rreditbanken in Erscheinung. Die höhe des Aktienkapitals bat für die 
Anziehungskraft auf die Einleger große Bedeutung: der Inhaber einer 
Note steht mit der Notenbank in keiner Beziehung, er nimmt die Note 
im vertrauen auf ihren verkehrswert. Die Rreditbanken dagegen stehen 
mit den Deponenten in direkter Beziehung und viele von diesen achten 
auf die Bilanz oder zumindest auf die höhe des Aktienkapitals. Auch die 
Verlustdeckungsausgabe kann bei Rreditbanken in tatsächliche Erschei 
nung treten, da sich ihre Tätigkeit nicht auf schematische, sichere Ge 
schäfte beschränkt. Bei den Zusammenbrüchen der Litg of Glasgow
	        

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Material Zur Lage Der Bergarbeiter Während Des Weltkrieges. [Verband der Bergarbeiter Deutschlands], 1919.
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