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Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

Monograph

Identifikator:
1008918695
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20162
Document type:
Monograph
Author:
Jürgensohn, Arved http://d-nb.info/gnd/1045767883
Title:
Weltporto-Reform
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Druck und Verlag von Liebheit & Thiesen
Year of publication:
1910
Scope:
1 Online-Ressource (XXIV, 317 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Vorrede und Einleitung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung

Full text

110 
XXV 1. 
und reizte sie zur Empörung. Den Handel fortführen, hiefse, 
den Weifsen den Todesstreich (death warrant) geben!“ 
(Chancellor of Exch., H. o. C., 7. Juni 1804.) „Jede neue 
Schiffsladung, der geringfügigste Anlafs konnte die latente 
Gefahr zum Ausbruch bringen“ (Mr. Barham, H. o. C., 
28. Februar 1805), zumal die Neuimportierten wie immer die 
Hauptanstifter der Rebellionen waren. 
Je höher der Kulturzustand einer Insel, desto gröfser war 
die Gefahr; denn um so ungünstiger war das Zahlenverhältnis 
der weifsen zu der unfreien farbigen Bevölkerung. In den 
britischen Gebietsteilen entfielen im Durchschnitt 1791 auf je 
einen Weifsen sieben Neger (Edwards IV, ch. I, S. %), 1800 
dagegen 10 Neger (Renny, S. 182). Auf manchen Inseln war 
das Verhältnis viel ungünstiger, z. B. auf Jamaika 1 : 8V2, auf 
Antigua 1:15, auf Grenada gar 1 : 24, dagegen auf Barbadoes 
nur 1:4, während das französische Domingue vor der Revo 
lution das Verhältnis 1 : 10 aufwies. Die Steigerung der Pro 
duktion konnte nur auf Kosten der Sicherheit erkauft werden. 
„Every hundred of hogsheads of sugar or rum, whereby their 
annual produce is augmented, must be purchased at the ex 
pence of that security, which is destroyed by a proportional 
addition to the stock of negroes and an augmentation in the 
proportion of the imported to the creole slaves“ (Brougham II, 
S. 99). Die geringe Zahl der Weifsen hätte schon in fried 
lichen Zeiten kaum hingereicht, die Sklaven im Zaume zu 
halten ; wieviel weniger in einem Kriege, wo noch auswärtige 
europäische Feinde abzuwehren waren! „Die Kolonien hingen 
hauptsächlich von dem Glück und der Zufriedenheit ihrer 
Sklavenbevölkerung ab, die sie eine milde, leicht zu ertragende 
Knechtschaft einer gefährlichen, unsichern Revolution vorziehen 
liefs. Sie in Unwissenheit darüber zu lassen, was um sie her 
um passierte, war unmöglich ; ihnen die unzeitgemäfsen Er 
örterungen im Parlament über ihre Lage zu verheimlichen, 
war gleicherweise unangängig“ (Bridges, II, S. 290). Die 
Einstellung der Importe war das einzige, was Rettung bringen, 
das Verhängnis abwenden konnte. „Nur die Abolition kann 
Westindien in einen Zustand der Sicherheit setzen, der weit 
hinausgeht über den, der durch Flotten und Heere geschaffen 
werden kann“ (Fox, 10. Juni 1806, H. 0. C., auch Brougham 
IV, S. 518 ff.). 
Wer über die Gefahr noch Zweifel hegte, dem mufste 
das grausige Schicksal, das Domingo, Guadeloupe und Surinam 
befallen hatte, die Augen geöffnet haben. „Die Geschichte 
der französischen Kolonien liefert ein ebenso verhängnisvolles 
Beispiel für die mit dem MifsVerhältnis zwischen der Zahl 
der Kreolen und der importierten Neger verbundenen Übel 
stände, wie die holländischen für die Strenge und Grausamkeit 
der Pflanzer“ (Brougham IV, S. 466/67). Diese Erkenntnis,
	        

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Die Wirtschaftlichen Und Politischen Motive Für Die Abschaffung Des Britischen Sklavenhandels Im Jahre 1806/07. Duncker & Humblot, 1905.
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