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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

Metadata: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Monograph

Identifikator:
1008918695
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20162
Document type:
Monograph
Author:
Jürgensohn, Arved http://d-nb.info/gnd/1045767883
Title:
Weltporto-Reform
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Druck und Verlag von Liebheit & Thiesen
Year of publication:
1910
Scope:
1 Online-Ressource (XXIV, 317 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Anhang. Kapitel XII. Die Sonderpostenvereine im Weltpostverein
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

2952 — 
sierung in Angriff nahmen, um dadurch grössere Macht zu gewinnen ; 
und auch dieses ist von nachhaltigem Erfolge gekrönt worden. 
Wenn wir nach dem Einfluss dieser Arbeitervereine fragen, so 
werden wir nach allem zu der Antwort gelangen, dass sie in hohem 
Masse segensreich auf die Entwickelung der Lage der arbeitenden 
Klassen hingewirkt haben, ohne darum die Entwickelung der Industrie 
und damit des gesammten Volkswohlstandes irgend aufzuhalten. So 
kläglich das Bild war, welches die parlamentarischen Enqueten aus 
dem Ende des achtzehnten Jahrhunderts, ganz besonders aber aus dem An- 
fang der dreissiger Jahre des letzten Jahrhunderts ergaben, und welches 
Karl Marx und Engels zur Darstellung der englischen Arbeiterver- 
hältnisse benutzten, um darauf ihr Urteil über die Wirkung der 
wirtschaftlichen Freiheit und die Entwickelung des Kapitalismus 
auf die unteren Klassen zu basieren, so wenig ist davon in der Gegen- 
wart noch zu verspüren. Die Löhne haben sich, wie allgemein aner- 
kannt ist, gewaltig gehoben, während die Preise der gewöhnlichen 
Lebensbedingungen erheblich gesunken sind. Der Standard of Life 
ist bedeutend erhöht, die körperliche Gesundheit, wie die geistige 
Bildung sind auf ein höheres Niveau gebracht. Schon in den siebziger 
Jahren erkannten grössere Fabrikbesitzer, die von dem grössten Grimm 
gegen die Trade-Unions erfüllt waren, dem Schreiber dieses gegenüber 
rückhaltslos an, dass das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeit- 
nehmer sich unter dem Einflusse der. Trade-Unions fortdauernd ge- 
bessert habe, Der gehässige Charakter der Opposition der Arbeiter 
war mehr und mehr überwunden. Die Arbeitgeber ihrerseits haben sich 
daran gewöhnen müssen, den organisierten Arbeiterstand als ihnen 
ebenbürtig anzuerkennen und mit ihm zu pactieren, nicht aber ihn 
als einen unterthänigen Stand einfach beherrschen und ihm ihre Be- 
dingungen einseitig vorschreiben zu wollen. Die Arbeiter ihrerseits 
haben in dem Vollgefühle ihrer Macht und durch genaue Einsicht in 
die praktischen Verhältnisse gelernt, sich selbst Zügel anzulegen und 
nicht mehr zu beanspruchen, als ihnen das Gewerbe gewähren kann, 
ohne sich selbst zu schädigen und zur Einschränkung verurteilt zu 
sein. Eine beachtenswerte Errungenschaft ist für einzelne Branchen, 
in denen einfache Verhältnisse obwalten, die Einrichtung der glei- 
tenden Skala, wonach die Löhne auf Grund eines vereinbarten "Tarifes 
mit den Preisen der Waren steigen und fallen, und damit die Streit- 
axt für längere Zeit begraben ist. Natürlich ist der Kampf nicht all- 
seitig aus der Welt geschafft, sondern immer noch kommen erhebliche 
Eruptionen vor; aber im ganzen hat er einen wesentlich ruhigeren 
Charakter angenommen, und um ihn zu vermeiden, zeigen sich die 
Unternehmer zu weitgehendem Entgegenkommen bereit, während die 
Arbeiter immer vorsichtiger werden, den Bogen nicht zu straff zu 
spannen und sich damit nicht selbst zu schaden. Diese Krrungen- 
schaft tritt am meisten zu Tage in den Branchen, in welchen die 
Trade-Unions am meisten ausgebildet sind und den grössten Einfluss 
auf die Verhältnisse ausüben, was natürlich nicht in dem ganzen Ge- 
werbebetriebe gleichmässig der Fall ist. 
Sehr viel später als in England hat man in Deutschland die 
Organisation der Arbeiter in Angriff genommen. Sie stammt eigentlich 
erst seit 1868, und ist hauptsächlich durch das englische Vorbild be- 
Conrad, Grundriss d. polit. Oekonomie. IL. Teil. 3, Anfl. © 
Deutschland.
	        

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Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
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