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Die Methoden der Volkszählung, mit besonderer Berücksichtigung der im preussischen Staate angewandten

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Bibliographic data

fullscreen: Die Methoden der Volkszählung, mit besonderer Berücksichtigung der im preussischen Staate angewandten

Monograph

Identifikator:
1009604546
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-71914
Document type:
Monograph
Author:
Carnegie, Andrew http://d-nb.info/gnd/11866719X
Title:
Kaufmanns Herrschgewalt
Edition:
5. Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von G.A. Gloeckner
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 221 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Einleitung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Methoden der Volkszählung, mit besonderer Berücksichtigung der im preussischen Staate angewandten
    Die Methoden der Volkszählung, mit besonderer Berücksichtigung der im preussischen Staate angewandten
  • Title page
  • Contents

Full text

3 
b. Stand und Beruf, 
c. Frühere Heimath der Eingewanderten. 
II. Gebäude und Wohnplätze. 
1. Bestimmung der Gebäude. 
2. Abbruch und Neubau der Gebäude. 
3. Grösse der Wohngebäude und Dichtigkeit der Be 
wohnung derselben. 
4. Werth und Realverschuldung des städtischen, resp. 
nicht landwirtschaftlichen Grundbesitzes. 
III. Landwirths chaft und Viehhaltung. 
1. Grösse der Grundstücke, unterschieden nach den 
Grössenclassen von unter bis 5 Morgen, von über 
5—15, von über 15—30, von über 30—50, von über 
50—100, von über 100—200, von über 200—300, von 
über 300—600, von über 600—1000, von über 1000 
Morgen. 
2. Verwendung der Fläche. 
3. Anbauverhältniss, d. h. Nachweis des mit Weizen, 
Roggen, Gerste, Hafer, Oelsaat, Hülsenfrüchten, Kar 
toffeln und Futtergewächsen bestellten Bodens. 
4. Landwirtschaftliche Production. 
5. Viehhaltung im Allgemeinen. 
6. Viehhaltung auf dem grossen, mittleren und kleinen 
Grundbesitz, d. h. auf den Grundstücken von über 
300 Morgen Fläche, von 50 — 300 Morgen und von 
unter 50 Morgen Fläche. 
7. Art des landwirtschaftlichen Betriebs (als Haupt 
oder Nebengewerbe, in Selbstbewirtschaftung oder 
durch Verpachtung). 
8. Wert und Realverschuldung des landwirtschaftlichen 
Grundbesitzes. 
IV. Industrie. 
1. Kleingewerbe. Persönliche darin verwandte Kräfte, 
Arbeits- und Dienstverhältniss derselben. Werth des 
Umsatzes. 
2. Grossindustrie (in geschlossenen Etablissements so 
wohl als auch sog. Hausindustrie). Persönliche Kräfte. 
Todte Kräfte (Motoren, Maschinen und Apparate). 
Umsatz. Absatz nach den Hauptabsatzrichtungen. 
3. Typographische Gewerbe. 
4. Umfang der Geschäfte nach der Zahl der Arbeit 
nehmer in denselben. 
V. Handel und Verkehr. 
1. Handels- und Transportgewerbe. Persönliche und 
todte darin verwandte Kräfte. Umsatz. Absatz nach 
den Hauptabsatzrichtungen. 
2. Alter der Firmen. 
Die die Industrie und den Handel betreffenden Tabellen 
sind, was das ganze Land anlangt, zugleich in derjenigen Form 
aufzustellen, welche für 1861 von dem Zollverein als eine ge 
meinschaftliche, zollvereinsländische angenommen worden ist. 
Es geht nicht so sehr aus den blossen Titeln der Tabellen, 
weit mehr aber aus dem speciellen Inhalte derselben hervor, 
dass sie untereinander in einem vollkommen organischen 
Zusammenhänge stehen, und, wenn auch gegen die bisherigen 
in vieler Beziehung erweitert, dennoch eine Vergleichung der 
Daten dieser ältern mit den neuern in jeder Weise zulassen. 
Dass sie eine Fülle der wichtigsten Kenntnisse erschliessen, 
dazu wird es hier eines ausführlichen Beweises deshalb nicht 
bedürfen, weil der in den Tabellenformularen der Beilage III. 
vor Augen gelegte Inhalt aller Specialtabellen, die aus den 
Volkszählungsresultaten direct zu gewinnen sind, diese Beweis 
führung besser, als es sonstwie geschehen könnte, übernimmt. 
Auf diese Beilage III. und ihre Bestandteile muss daher auch 
hingewiesen werden. Ganz besonders dürften die Motive und 
Erläuterungen zu den einzelnen gestellten Fragen dazu bei 
tragen können, auch die staatswirthschaftlichen Gesichtspunkte, 
auf die es ankommt, in klares Licht zu stellen und somit auch 
Andeutung darüber zu geben, welcher Art der staatswirth- 
sehaftliche Gewinn aus den Volkszählungsresultaten sein werde 
Bios über die landwirtschaftliche Statistik möchten hier 
noch einige Bemerkungen am Platze sein. Es werden gegen 
wärtig, in den östlichen wie in den westlichen Provinzen, von 
den achtbarsten Seiten die grössten Anstrengungen gemacht, 
diese Lücke unserer vaterländischen Statistik auszufüllen. Die 
Bestrebungen in diesem Sinne verdienen vom staatswirthschaft 
lichen Standpuncte aus die höchste Anerkennung; nicht aber in 
demselben Maasse vom statistischen. Und weshalb? Weil das 
Sprüchwort: Das Beste ist der grösste Feind des Guten, nir 
gends von grösserer Wahrheit ist, als in der Statistik. Wie 
wahr es auch sei, dass es weit leichter ist, eine grössere Anzahl 
ganz bestimmter Detailfragen zu beantworten, als eine kleinere 
allgemeiner Fragen, so ist doch das Antworten auf statistische 
Fragen überhaupt schon eine höchst missliebige Sache. Wer 
die Statistik braucht, kann von ihr und durch sie nie genug 
erfahren; selten denkt aber auch Der, der sie im praktischen 
Geschäftsleben am Nöthigsten braucht, daran, das sie nichts 
erfinden kann und darf, dass alle ihre Angaben nichts weiter 
als das Resultat der Befragung der Einzelnen sein können. 
Indess Dem sei wie wolle; in das Unvermeidliche muss man 
sich fügen und die amtliche Statistik am Allerersten. Sie kann 
es daher aber auch nicht als einen Gewinn betrachten, wenn 
von amtlicher, halbamtlicher oder privater Seite ausserhalb 
eines bestimmten Organisationsplanes mit directen Befragungen 
vorgegangen und in die innersten Details des wirthschaftlichen 
Lebens einzudringen gesucht wird, weil dies die Abneigung 
gegen die Statistik nothwendigerweise nur erhöht. Aufrichtig 
gesprochen, bringen auch zu viele Details weder der Statistik 
noch der Staatswirthschaft einen grösseren Gewinn. Die grossen 
allgemeinen wirthschaftlichen und socialen Gesetze, auf deren 
Entwickelung es ja doch hauptsächlich ankommt, gehen nicht 
aus Kleinigkeiten hervor, sondern aus den von der Natur der 
Dinge mit starken Zügen geschriebenen Erscheinungen. Die 
Details ergeben sich hieraus gewissermassen von selbst, ja 
richtiger sogar, als aus director Befragung. 
Es soll hiermit keineswegs behauptet werden, dass die 
oben angedeuteten Tabellen über die Landwirtschaft und ihr 
Inhalt dem Bedürfnisse der landwirtschaftlichen Statistik schon 
vollständig genügen können. Nicht entfernt. Jedoch darf Das 
wohl behauptet werden, dass wenn in jedem und namentlich 
im preussischen Staate nur alle die durch diese Tabellen be 
rührten Dinge genau bekannt wären, die landwirtschaftliche 
Statistik sich eines grossen Fortschritts zu berühmen Ursache 
haben möchte. 
Aehnliches gilt von der Gewerbestatistik. In der Industrie 
fast noch mehr wie in der Landwirthschaft erscheinen oft ge 
wisse Details ungemein der allgemeinen Befragung wert, die 
es nicht sind, wie dies ja weiter oben auch schon angedeutet 
wurde. Dazu kommt noch in der Industriestatistik die Concurrenz, 
weil sie eine Macht seltener Stärke ist. Es können auf die Dauer 
z. B. nicht Feinspindeln neben einander bestehen, davon die 
eine unter übrigens gleichen Umständen das Doppelte oder 
einen erheblichen Bruchteil mehr leistet als die andere. Kennt 
man daher einige Spinnereien mittlerer Beschaffenheit ganz 
genau, so lässt sich leicht ein Rückschluss auf den Stand der 
übrigen machen, weil die Concurrenz gewissermassen auf ein 
gleiches Niveau derselben gewaltsam hindrängt. In technischer 
Beziehung liegt die Sache freilich ganz anders, aber um diese 
handelt es sich hier nicht, sondern nur um die statistische. 
Die so eben zwar nur flüchtig angedeuteten Gesichtspuncte 
haben allenthalben bei der Stellung der Fragen in den Haus- 
haltungs-, Haus- und Ortslisten obgewaltet. Jeder Frage, 
sicher aber jeder neugestellten, liegt ein staatswirthschaftliches 
Motiv erster Ordnung zu Grunde. Dennoch werden einzelne 
Fragen grossen Anstoss erregen. Die Antworten darauf sind 
auch nicht zu erzwingen. Das Bedürfniss ringt sie dem Ein 
zelnen nach und nach von selbst ab. Und kaum möchte für 
diesen Ausspruch ein zutreffenderes Beispiel zu finden sein, 
als das, welches die landwirtschaftliche Statistik in Irland 
darbietet. 
Eines ausführlichen Beweises, dass dies wirklich der Fall sei, 
wird es nicht bedürfen, da die Anordnung der Tabellen und 
der Hinweis auf ihren künftigen Inhalt für sich selbst spricht. 
Man mag indess über den Innern Werth des durch ge 
nannte Tabellen der Beilage III. angedeuteten Inhalts eine An 
sicht haben, welche man wolle, so wird doch ihre Reichhaltig 
keit, ihr systematischer Aufbau nicht in Zweifel gezogen werden 
können. Innerhalb desselben kann der Ausbau auch allmählig 
vorgenommen werden. Die baldige Inangriffnahme des Baus 
selber aber zu verschieben, ein Zaudern, ob man nicht sogar 
mit der Grundlegung noch warten könne, würde dem preus 
sischen Staate nach vielen Seiten hin zum grossen Schaden 
gereichen. Um ihn abzuwenden und um zu einer noch voll- 
kommneren Selbstkenntniss zu gelangen, lohnt es sich ge 
wiss der Mühe, schon in allernächster Zeit darauf bedacht zu 
sein, den Massregeln Eingang zu verschaffen, durch welche unter 
den obwaltenden Verhältnissen einzig und allein das Ziel zu 
erreichen sein dürfte. Dass dies keineswegs so schwierig ist, 
als es zu sein scheint, geht am Besten aus der Schilderung 
der Ausführung der Arbeit, der Volkszählung und Beschrei 
bung hervor.
	        

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Die Methoden Der Volkszählung, Mit Besonderer Berücksichtigung Der Im Preussischen Staate Angewandten. Königliche Geheime Ober-Hofbuchdruckere, 1861.
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