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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Die Begründer
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel I. Die Physiokraten. 
19 
sehen werden, ihn noch bis zu einem gewissen Grade gelten läßt. 
Erst bei erscheint das Einkommen aus Grundbesitz, in voll 
ständiger Umkehrung der Rollen, nicht mehr als ein Segen der Natur 
und des Bodens, als alma parens, mit der Bestimmung, zugleich 
mit dem Wachstum der natürlichen Ordnung größer zu werden, 
sondern als eine Folge der Beschränktheit und wachsenden Un 
fruchtbarkeit des Bodens; nicht mehr als ein Gratisgeschenk Gottes 
an die Menschen, sondern als eine von dem Grundbesitzer dem Ver 
braucher auferlegte Steuer. Es nennt sich dann auch nicht mehr 
Reinertrag, sondern Rente. 
Was die Bezeichnung „unproduktiv“ anlangt, die aller Arbeit 
außer der landwirtschaftlichen gegeben wurde, so werden wir sehen, 
wie sie sich verwischte, und wie die Bezeichnung produktiv nach und 
nach jeder Arbeitsgattung, erst der Industrie, dann dem Handel, zu 
letzt den freien Berufen zugesprochen wurde. Um nur bei der 
Industriearbeit zu bleiben, so genügt die Bemerkung, daß auch, wenn sie 
weiter nichts, als den Gegenwert des verbrauchten Wertes produzierte, 
dies allein schon die Bezeichnung „unproduktiv“ verbieten würde; 
sonst würde, wie A. Smith witzig bemerkt, jede Ehe unproduktiv — 
steril — sein, die nicht mehr als zwei Kinder erzeugt. Die Behauptung, 
daß addieren nicht multiplizieren sei, ist Unsinn, denn wir haben 
schon nachgewiesen, daß auch die Landwirtschaft nur zusammen 
zählen kann. Übrigens lehrt schon die Arithmetik, daß Multiplizieren 
nur eine abgekürzte Form der Addition ist. 
Es ist eine merkwürdige Tatsache, daß unter allen Einkommens 
arten gerade die für die berechtigtste und höchststehende gehalten 
wurde, die nicht das Ergebnis der Arbeit war, und die 
späterhin unter dem Namen Bodenrente am schwierigsten zu recht- 
fertigen sein sollte. 
Muß man nun folgern, daß die physiokratische Agrartheorie des 
Reinertrages vollständig unproduktiv — steril — gewesen sei ? Nein. 
Vom geschichtlichen Standpunkt aus hat sie zunächst das glück 
liche Ergebnis gehabt, den damals herrschenden volkswirtschaftlichen 
Lehren entgegenzuwirken, dem Merkantilismus, der behauptet, neuer 
Reichtum könne nur durch den Handel, und ein Reinertrag nur durch 
die Ausbeutung fremder Völker oder der Kolonien entstehen. 
Die Physiokraten haben über die Merkantilisten und die Colbertisten 
hinweg Stillt die Hand gereicht, der die Quelle des Nationalreichtums 
„in den beiden Brüsten Getreidebau und Viehzucht“, sah. Es ist tat 
sächlich bemerkenswert, daß, trotz ihres Irrtums die Landwirtschaft 
seitdem den Rang, den die Physiokraten ihr gegeben haben, nicht 
wieder verloren hat; diese starke Betonung der Landwirtschaft, eine 
recht unerwartete Folgeerscheinung, ist ein Hauptfaktor in dem 
2*
	        

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Ferdinand Lassalle. Verlag Ullstein & Co, 1919.
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