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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Abtrünnigen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

— 476 — 
sich in unserer Zeit geändert. Christliche Lehre und Sitte lässt auch 
die zartesten Geschöpfe, die traurigsten Krüppel mit der Äussersten 
Sorgfalt am Leben erhalten und -grossziehen, und die Aerzte treten 
künstlich helfend hinzu, auch diejenigen zu bewahren, die in früheren 
Zeiten regelmässig zu Grunde gingen. Nicht mehr die physische Kraft 
bedingt die wirtschaftliche Leistung. Sie wird mehr und“ mehr durch 
Geräte, Maschinen, künstliche Motorkraft unterstützt und ersetzt. Die 
geistige Leistungsfähigkeit ist für das wirtschaftliche Fortkommen von 
weit höherer Bedeutung, in weiten Schichten allein massgebend. Auch 
der Krüppel und Schwächling finden in bestimmten Handwerkszweigen, 
in Fabrikbetrieben ‚einen Platz, wo sie sich ernähren, eine Familie 
gründen und ihre Eigenschaften vererben können. Hier wirkte die me- 
dizinische Wissenschaft wiederum in gleicher Richtung. Man braucht nur 
an die künstlichen Frühgeburten bei zu engem Becken zu erinnern, 
durch welche die Vererbung und damit die Verbreitung dieser Eigen- 
schaft überhaupt erst ermöglicht wurde. 
Wir lassen die Frage völlig dahingestellt, ob eine Degeneration 
in dem letzten Jahrhundert bereits eingetreten ist, oder ob dieselbe 
allein ‚auf die Städter und einen Teil der gebildeten Klasse be- 
schränkt geblieben ist, oder ob auch dieses durch die Dezimierung der 
Städtebewohner und Ersatz durch die Landbevölkerung ausgeglichen 
ist. Die Statistik scheint uns bis jetzt nicht in der Lage, hierauf eine 
genauere Antwort zı geben, und allgemeinere Erörterungen können 
dabei schwerlich zum Ziele führen. Sicher erscheint uns indes, dass 
sine Degeneration nicht als naturgesetzlich mit unserer Kulturentwicklung 
verbunden anzusehen ist, Vielmehr sind die Wissenschaften der Me. 
dizin und der politischen Oekonomie gemeinsam berufen und imstande, 
einer solchen entgegenzuwirken, indem sie die Ursachen klarlegen und 
die Mittel zu ihrer Bekämpfung ausfindig machen. An anderer Stelle 
ist der Frage näher zu treten, wie den ungenügenden Wohnungsver- 
hältnissen gesteuert werden kann, und wie durch die Arbeitergesetz- 
gebung die Gesundheitsverhältnisse des Arbeiters gefördert werden 
müssen. Auch den übrigen erwähnten Einwirkungen ist methodisch 
entgegenzutreten, was bis in die neuere Zeit nur wenig beachtet und 
in durchaus unzulänglicher Weise geschehen ist. 
Verringerung In einer Hinsicht ist die Entwicklung unserer Kultur von ent- 
ler Mortalität. schiedenem Einfluss auf die Bevölkerungszunahme; das ist durch ihre 
Einwirkung auf die Verbesserung der Mortalitätsverhältnisse, ganz, be- 
sonders durch Verminderung der Kindersterblichkeit und der Ein- 
schränkung der Epidemien. Bis zum Beginne des letzten Jahrhunderts 
überwog die Zahl der Todesfälle in den Städten fast allgemein die der 
Geburten. Seitdem ist das Entgegengesetzte der Fall. Vor allem war 
2s die Einführung der Impfung, wodurch die verheerende Macht der 
Pockenepidemie gebrochen wurde, welche bis dahin die ungeheuere 
Kindersterblichkeit verursacht hatte. Die besseren sanitären Verhält- 
nisse, die Herstellung von Wasserleitungen, von Kanälen zur Ableitung 
des Kloakeninhalts haben ‚die Gesundheitsverhältnisse in den Städten 
ausserordentlich verbessert und dadurch auch bei einem Gleichbleiben 
der Geburtenzahl eine bedeutende Steigerung der Volkszunahme ermög- 
licht. Eine bessere und gleichmässigere Ernährung und verständigere 
Behandlung der Kinder, dann besonders Verminderung und Abkürzung
	        

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Citation recommendation

Volkswirtschaftspolitik. Fischer, 1902.
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