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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Die Begründer
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

26 
Erstes Buch. Die Begründer. 
wegs als Parasit, nicht einmal als ein sein Einkommen aus zweiter 
Hand erhaltender Stipendiat, wie der Fabrikant. Sein Anteil gebührt 
ihm optimo jure, kraft eines Rechtes, das älter und höher ist als das 
des Landwirtes. Denn wenn der Landwirt das Erzeugnis macht, so 
hat er, der Besitzer, den Boden gemacht. Man könnte die drei Ge 
sellschaftsklassen der Physiokraten mit drei Personen vergleichen, 
die sich in das Wasser eines Brunnens teilen: Die produktive Klasse 
vorgestreckt haben, die wir zu unterhalten und zu bewahren beauftragt sind (Baudeau, 
Philosophie economique, S. 757). „Die erste Kraft, deren Reproduktion nötig 
ist, ist der der Gesellschaft unentbehrlichste Mensch. Diese erste Kraft ist der 
Grundbesitzer: Daher beruht die Rechtfertigung seiner Vorrechte auf der physischen 
Notwendigkeit der Reproduktion“ (La Rivöke, S. 466—467). 
„Durch Ausgaben erwirbt sich der wahre, gerechte und nützliche Grundbesitz. 
Bis zum Augenblick, wo diese ersten Grund-Vorschüsse eintreten, ist das Eigentum 
nur das exklusive Recht, den Boden eines Tages produktiv zu machen“ (Baüeeau, 
S. 851), d. h., solange als der Boden nicht instand gesetzt ist, beschränkt sich das 
Eigentum auf die einfache Okkupation. 
Die Physiokraten unterschieden drei Arten von Vorschüssen: 
1. Die jährlichen Vorschüsse (avances annuelles), die die Kosten der Be 
stellung in jedem Jahr vorstellen, — wie Saat, Dünger,, Arbeitsleistungen und, 
natürlich, die Unterhaltungskosten der Arbeiter. Diese Vorschüsse müssen jährlich 
vollständig durch die Jahresproduktion ersetzt werden. Wir nennen das heute 
Betriebskapital. 
2. Die primären Vorschüsse (avances primitives), wie Ankauf von Vieh und 
Geräten, die eine mehr oder weniger lange Reihe von Erzeugungsarbeiten aushalten 
und daher in einem Jahr nur zu einem Bruchteil wieder eingebracht werden müssen. 
Man sieht hier sehr gut die seit dem klassisch gewordene Unterscheidung zwischen 
fixem Kapital und Betriebskapital, die Amortisation des ersteren gegenüber der 
völligen Rückerstattung des zweiten. Es war ihnen auch nicht entgangen, daß eine 
verständige Erhöhung der primären Vorschüsse, eine Verminderung der jährlichen 
Vorschüsse gestattet. 
Diese Gedanken waren damals sehr neu und sind der Wissenschaft vollständig 
einverleiht worden, nur mit dem Unterschied, daß sie, anstatt allein auf die land 
wirtschaftliche Produktion beschränkt zu sein, auf alle Produktion überhaupt ausge 
dehnt wurden. 
3. Die grundlegenden Vorschüsse (avances foncieres) sind die, deren Zweck 
die Vorbereitung des Bodens für die Bearbeitung ist (offenbar hätten sie besser 
primäre Vorschüsse — avances primitives — genannt werden sollen). 
Die beiden ersten Arten von Vorschüsse sind die, die dem Landwirt zufallen 
und ihm ein Anrecht auf einen Lohn schaffen, der wenigstens genügen muß, um sie 
zurückzuerstatten. 
Die dritte Art fällt dem Besitzer zu und sie ist es, die ihm ein Recht auf den 
Grundbesitz gibt.“ Ehe man einen Pächter einsetzen und, eine jährliche, regel 
mäßige und fortlaufende Feldbestellung vornehmen kann, sind Gebäude, Scheunen und 
Ställe, Wege, Pflanzungen, Bodenbearbeitung, Entfernung von Steinen, Stämmen und 
Wurzeln, Wasserlaufregnlierungen und Schutzstätten nötig. — Das sind, werter Herr, 
die grundlegenden Vorschüsse, die wahren Arbeiten des Besitzers, die wahre Be 
gründung seines Besitzrechtes“ (Baudeau, Ephemerides, Mai 1776, Antwort a» 
Condillac).
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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