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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Die Begründer
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel I. Die Physiokraten. 
53 
achtenswerter Weise untersucht worden ist. Wir verweisen hierbe 
besonders auf Richard Cantillon, den sie in gewisser Hinsicht als 
einen der Ihren betrachteten, und auf sein Essai surlecommerce, 
bas 1755 erschien 1 ), auf den Abbe Galiani in seinem Buche über das 
Geld (Deila Moneta), 1750, und auf den Abbe Morellet, Prospectus 
b’un nouveau Dictionaire de commerce, 1769. Hauptsäch 
lich kommt aber Condillac in Betracht, dessen Buch „Du commerce 
e t du Gouvernement“ allerdings erst 1776 veröffentlicht wurde, 
z a einer Zeit also, als ihr System schon bekannt war und sich seinen 
Platz erobert hatte. 
' Turgot jedoch, der nur zur Hälfte Physiokrat war, hatte über 
den Wert weit wissenschaftlichere Gedanken geäußert 2 ). Er definiert 
den Wert als: „den Ausdruck des Schätzungsgrades, den der Mensch 
den 
verschiedenen Gegenständen seiner Wünsche entgegenbringt.“ 
Piese Definition drückt die Subjektivität des Wertes ganz richtig 
au s v und enthält zwei Worte: „Schätzungsgrad“ und „Wunsch“ die 
Hm noch schärfer begrenzen 3 ). Allerdings sagt er an einer anderen 
Stell 
Hchi 
e: daß trotz seiner Relativität, der Wert doch stets eine wirk- 
e innere Qualität des Objekts „zur Voraussetzung hat“. Er will 
er wit diesen, ihm oft vorgeworfenen Worten nach unserer Ansicht 
mir s 5 6 
jekts 
daß 
TüRl 
sagen, daß unser Wunsch eine bestimmte Eigenschaft des Ob- 
voraussetzt, was unbestreitbar ist, — jedoch in der Annahme, 
diese Eigenschaft in der Einbildung 
jRgot nicht gedacht zu haben scheint. 
bestehen kann, woran 
jj ) Dieser Richahd Cantillon, von dem seit mehr als einem Jahrhundert kein 
a ]l e .3 gesprochen hat, ist seit einigen Jahren wieder stark Mode geworden, wie 
t r j , 01 'liufer, die von neuem entdeckt werden. Man schreibt ihm einen, wohl über- 
Einfluß auf die Physiokraten zu. Auf jeden Fall ist es sicher, daß das erste 
“Deabbao’s, l’Ami des hommes, das ein Jahr nach dem Tode Cantillon’s, 
ty e jj ® rsc kien, direkt von ihm beeinflußt ist. Wir erwähnen ihn nicht weiter, 
Zeit« 3 ® renzen i die wir uns gesteckt haben, überschreiten würde. In allen 
J E? C r dten finden sich aber Aufsätze über ihn. Der erste war der von Stanley 
in d er Contemporary Review, 1881. 
Sc Me ^ a * eurs et Monnaies (Wert und Geld), wahrscheinlich um 1769 er- 
den We ^ er noch in seinen Reflexions. Die Grundgedanken Qobsnay’s über 
„Ron, 61 *' ^* nc len sich in einem lange unveröffentlicht gebliebenen Aufsatz, betitelt 
e C0J1 ^es“, der erst kürzlich in der Revue d’histoire des doetrines 
“>9*68 et sociales, erster Jahrgang, Nr. 1 erschienen ist. 
Val eur ^r unterscheidet ziemlich ausführlich zwischen dem Schätzungswert, 
duelloi es Gmative (den wir individuellen Wert nennen würden, valeur indivi- 
W, 
•■ert dem a ngenommenen Wert (Valeur appreciative, den wir sozialen 
die wird '- r sociale i nennen können). Der erstere wird von der Zeit oder Mühe, 
Wp k ~ »«'■«uwenueu uereil smu, ümuiuiui, au uaw mci ucr JDegnii lies -ft.r- 
Unters n- ( VaIeur -travail) erscheint. Was den angenommenen Wert anlangt, so 
Schütt 61<let er sic!l von dem anderen nur dadurch, daß er ein durchschnittlicher 
gswert — valeur estimative moyenne — ist“.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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