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Die Konsumtion

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Bibliographic data

fullscreen: Die Konsumtion

Monograph

Identifikator:
1011553732
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-36206
Document type:
Monograph
Author:
Oldenberg, Karl http://d-nb.info/gnd/117116246
Title:
Die Konsumtion
Edition:
Separatabdruck aus Grundriß der Sozialökonomik Abteilung II
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
J. C. B. Mohr
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (Seiten 103-164)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
§ 2. Der Begriff
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Konsumtion
  • Title page
  • Contents
  • § 1. Die Literatur
  • § 2. Der Begriff
  • § 3. Wirtschaftlichkeit in der Konsumtion
  • § 4. Wertmaßstäbe der Konsumtion
  • § 5. Allgemeine Statistik der Konsumtion
  • § 6. Haushaltsrechnungen
  • § 7. Moderne Wandlungen der Konsumation
  • § 8. Zukunftsfragen der Konsumtion
  • § 9. Konsumtionspolitik
  • § 10. Speziell Einfluß der Steuer auf die Konsumtion
  • Index

Full text

Wirtschaftlichkeit in der Konsumtion. 
109 
§ 3 
als ein Schuldnerland einen Teil seiner Kaufkraft als Zinsen abgibt, ein Gläubigerland 
sie durch den Zinsenbezug vom Auslande verstärkt. Ferner kann (in der Verkehrs 
wirtschaft wie in der Eigenwirtschaft) vom aufgesparten Gütervorrat einer voran 
gehenden Wirtschaftsperiode gezehrt werden, über die Produktion und Kaufkraft 
der laufenden Wirtschaftsperiode hinaus; andererseits kann auch ein Teil der laufen 
den Produktion, unkonsumiert, den Gütervorrat vermehren, um künftiger Konsum 
tion oder Produktion zu dienen; diese „Ersparnis“, um deren Betrag sich die gegen 
wärtige Konsumtion vermindert, wird um so größer sein, je reichlicher der Augen 
blicksbedarf der Konsumenten schon gedeckt, je mehr ihr Zukunftssinn entwickelt 
ist, je sicherer und rentabler *) die Ersparnisse plaziert werden können. Ob nun 
diese Zukunftsfürsorge in Form der Aufsammlung von Vorräten oder (privatwirt 
schaftlich) durch Geldersparnisse erfolgt, in beiden Fällen bewirkt sie einen Auf 
schub der Konsumtion, ihre vorläufige Einschränkung (zum Teil bei gleich 
zeitiger Ausdehnung der technischen Quasi-Konsumtion). — Mit der Kreditwirt 
schaft beginnt für den einzelnen Konsumenten wie für das Volk die gefährliche Mög 
lichkeit, über die Kaufkraft des Einkommens und Vermögens hinaus von den volks 
wirtschaftlichen oder weltwirtschaftlichen Vorräten auf Kredit zu konsumieren. 
In der Verkehrswirtschaft ist der Bedarf durch die verfügbare Kaufkraft nicht 
nur im ganzen nach oben begrenzt, sondern auch zwischen den Konsumenten abge 
stuft, auch wenn die Bedürfnisse der Konsumenten gleich sind. So scheidet sich die 
Bedarfsgröße von der Bedürfnisstärke. Bedarf ist die Summe 
der von Kaufkraft unterstützten Bedürfnisse. In einer aus Reich und Arm ge 
mischten Bevölkerung mit ungleichem Einkommen, aber gleichen Bedürfnissen 
werden daher durch die Deckung des kaufkräftigen Bedarfs die Bedürfnisse der ein 
zelnen Konsumenten ungleich befriedigt. 
Konsumenten sind alle Menschen; also außer dem arbeitstätigen Teil 
der Bevölkerung die Rentner, die Arbeitslosen und die Arbeitsunfähigen (Kinder, 
Kranke, Greise): eine erhebliche Quote der Gesamtheit, besonders in Gläubiger 
ländern mit starker Rentnerbevölkerung und in der Großstadt, dem beliebten Stand 
orte der Konsumtion von Pachtrenten (Absentismus der Verpächter) und von Zinsen. 
Soweit die Menschen nicht über eine Kaufkraft aus eigenem Erwerbe verfügen, wird 
ihnen die Konsumtionsmöglichkeit durch Alimentationspflicht oder Wohltätigkeit 
vermittelt. 
Es kann demnach zwischen Produzenten und Konsumenten ein Interessengegen 
satz aufkommen, weil nicht alle Konsumenten zugleich Produzenten sind, zumal 
im modernen Gläubiger- und Rentnerstaate. Insbesondere ist der reine Konsument 
geborener Freihändler. 
§ 3. Wirtschaftlichkeit in der Konsumtion. 
Wenn wir im Bedarfe der Konsumtion einen Ausgangspunkt der Volkswirt 
schaftslehre sehen, so ist es doch nicht Aufgabe dieses Abschnitts, die Fäden im 
einzelnen zu verfolgen, die von ihm ausgehend die Produktion in ihrer Richtung, 
ihrem Standort, ihrer Betriebsgröße, ihren Schwankungen und ihrer Krisenge 
fährlichkeit determinieren. Diese Aufgabe ist andern Abschnitten dieses Werks 
x ) Daß steigender Zinsfuß die Sparquote vergrößert, ist wohl unbestritten. Mitunter wird 
aber auch behauptet, sinkender Zinsfuß wirke ebenso, weil die an eine gewisse Zinseneinnahme 
gewöhnten Kapitalisten den Zinsverlust einbringen möchten. Dann wäre jede Schwankung 
des Zinsfußes, nach oben oder nach unten, dem Sparen förderlich, seine Stabilität schädlich. 
Allein die Psychologie der Kapitalisten ist komplizierter als diese Formel. Mögen manche 
Kapitalisten bei sinkendem Zinsfuß um so mehr sparen, so werden andre von einer gewissen 
Grenze des Zinsfußes an lieber ihren Arbeitsverdienst steigern oder im Maße der Zinsenein 
buße ihre Konsumtion einschränken oder ihre Kinderzahl beschränken, oder endlich weniger 
sparen; für die nachwachsende Generation der Kapitalisten vollends wird die Höhe des frü 
heren Zinsertrages kein Gesichtspunkt mehr sein. (Aehnlich J. Wolf, Nationalökonomie 
als exakte Wissenschaft, 1908, S. 183.)
	        

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Die Konsumtion. J. C. B. Mohr, 1914.
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