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Lebenserinnerungen

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Bibliographic data

fullscreen: Lebenserinnerungen

Monograph

Identifikator:
1011918013
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-21195
Document type:
Monograph
Author:
Eucken, Rudolf http://d-nb.info/gnd/118682555
Title:
Lebenserinnerungen
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von K. F. Koehler
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (V, 127 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Lebenserinnerungen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil
  • Zweiter Teil. Die Weiterentwicklung meines Lebens und Strebens
  • Schluß
  • Index

Full text

OOÜOOOOOOOOOOOOOOOOOO 38 OOOCOOOOOÜOOOOOOOOOOÖ 
Berlin. 
e nde Oktober 1866 reiste ich über Magdeburg nach Berlin. 
Meine Mutter blieb mehrere Wochen bei den ostfriesischen Ver 
wandten. In sehr bewegter Stimmung begab ich mich auf fene 
cheise. Von Jugend auf hatte ich den Plan, Hannover zu verlassen 
und nach Preußen zu gehen; ich glaubte hier ein weiteres und 
bewegteres Leben zu sinden. Die göttinger gönner und freunde 
hatten mich mit einer Tülle von Lmpfehlungen versehen, um mir 
das Liufkommen zu erleichtern. Ls war ein frischer Oktober 
morgen, an dem ich von Magdeburg nach Berlin fuhr. Ich be 
grüßte Öle Helle Sonne als ein gutes Vorzeichen; Werder und 
Potsdam brachten mir ungewohnte Bilder. Lin Treund, Dr. chohr- 
bach, der leider mit seinen großen Ünlagen früh scheiden mußte, 
empfing mich an der Bahn und führte mich zu seinen Litern. 
Schon am Übend gelang es uns, eine Wohnung zu finden. Ich 
kam nach Berlin in dem Streben und der Hoffnung, hier irgend 
welche bleibende Stellung zu erlangen. Lrst später ist mir voll 
zum Bewußtsein gekommen, wie kühn, fa gewagt unser Unter 
nehmen war. Unsere Mittel waren sehr beschränkt und konnten 
nur für kurze Zeit genügen. Wohl durfte ich mich auf meine guten 
Lxamina und auf meine aristotelische Dissertation berufen; aber ob 
sich femand um mich kümmern würde, war höchst unsicher. Die 
nächste Aufgabe war, meine Lmpfehlungen abzugeben und mich 
den leitenden Persönlichkeiten vorzustellen. Llm meisten gespannt 
war ich auf Lrendelenburg, dem ich durch Leichmüller warm em 
pfohlen war. Lr empfing mich sofort in sehr freundlicher, fa herz 
licher Weise, unterhielt sich eingehend mit mir über meine Arbeiten 
und gab mir wertvolle Ratschläge für die praktischen Aufgaben. 
Lrendelenburg stand damals auf der Höhe seines Wirkens. Lr 
hakte eine hervorragende literarische Lätigkeit, die sowohl eine selb 
ständige Weltanschauung vertrat, als sich klar und kräftig mit 
anderen Denkern auseinandersetzte, welche geistige Tührer der Zeit 
waren, so namentlich mit Hegel und mit Herbart. Seine Vor 
lesungen waren sehr besucht; er war nicht nur Mitglied, sondern
	        

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Finanzwissenschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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